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20. April 2012

Leserbriefe

ALKOHOLVERBOT

Herumdoktern an Symptomen
Zum vom Bad Säckinger Gemeinderat beschlossenen abendlichen Alkoholverbot in zwei Parks und am Rheinufer ("Stadt verbietet Alkohol..."; BZ vom 18. April).
Ich verstehe, dass die Stadt Bad Säckingen ein abendliches Alkoholverbot ausspricht. Aber es ist ein Herumdoktern an Symptomen und nicht an der Ursache. Alkohol ist eine Substanz, die in den allermeisten Fällen missbräuchlich konsumiert wird, weil Konflikte bestehen. Könnte man in die Familien derjenigen hineinschauen, die trinken und Eigentum anderer beschädigen, würde man erschrecken. Da sind als Vorbild fehlende Väter, kranke oder überforderte Eltern, die Ehen führen, die man gar nicht mehr so nennen kann. Psychologische Behandlung greift, wenn überhaupt viel zu spät. Die ganzen Vorboten, die Lebenskonflikte der Familienmitglieder wie Indikatoren anzeigen, werden von der Schulmedizin übersehen. Man nennt sie psychosomatische Erkrankungen und darunter fallen vor allem Hauterkrankungen und solche der Atemwege und des Bewegungsapparates, speziell des Rückens. Leider sind die betreffenden Fachärzte nicht darin geschult, die eigentlichen Ursachen zu erkennen. Außerdem stoppen die Kassenärztlichen Verbände die Niederlassung weiterer Psychotherapeuten. Würden alle Lokalpolitiker Druck machen, dass dies sich ändert, könnte den Familien an der Wurzel der Probleme geholfen werden. Da dies bisher nicht geschieht, versucht eine erste Schule einen eigenen Psychotherapeuten zu bekommen, schrieb kürzlich die Wochenzeitung Die Zeit. Schlussendlich würde sich die Ausbildungsfähigkeit der Jugendlichen verbessern und die Belastungen würden nicht in die nächste Generation weitergeschleppt werden.

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Nicole Stadler, Bad Säckingen

Autor: Nicole Stadler, Bad Säckingen