Drei Varianten für künftige Gesundheitsversorgung

Baldige Spitalschließung in Bad Säckingen ist nicht ausgeschlossen

Martin Köpfer

Von Martin Köpfer

Mi, 18. Oktober 2017 um 13:51 Uhr

Bad Säckingen

Der Geschäftsführer der Spitäler Hochrhein GmbH, Hans-Peter Schlaudt, hat am Mittwoch drei Varianten vorgestellt, wie es mit der maroden GmbH weitergehen könnte.

Eine Variante (bezeichnet als Variante 3), und zwar die kostengünstigste, wäre die Schließung des Standorts Bad Säckingen – Schlaudt rechnet mit einem Zeitrahmen von einem halben Jahr –, eine Ertüchtigung des Standorts Waldshut und dessen Betrieb bis zur Fertigstellung eines Neubaus im Jahr 2025. Dafür rechnet Schlaudt mit Kosten im besten Fall von 91 Millionen Euro, im schlechtesten Fall von 118 Millionen Euro.

Die Variante eins ist die Sanierung beider Standorte, kein Krankenhausneubau und der Fortbetrieb beider Einrichtungen. Schlaudt rechnet mit Kosten zwischen 110 und 138 Millionen Euro, das Volumen in Waldshut beträgt knapp 50 Millionen, in Bad Säckingen knapp 42 Millionen Euro für die Sanierungen. Dazu kommt ein Betriebsmittelzuschuss im weiteren zweistelligen Millionenbereich.

Die Variante zwei ist die Ertüchtigung beider Standorte in Waldshut und Bad Säckingen bis zur Fertigstellung eines Neubaus. Die Kosten liegen zwischen 125 und 133 Millionen Euro.

Diese Varianten werden nun dem Kreistag vorgelegt, der in einer der nächsten Sitzungen – die nächste findet am kommenden Mittwoch statt – darüber entscheiden muss ebenso wie die Stadt Waldshut Tiengen, die mit 60 Prozent an der Spitäler Hochrhein GmbH beteiligt ist (Landkreis 40 Prozent).

Bei einer Schließung des Spitals Bad Säckingen sollten gemeinsam mit der Stadt und interessierten Leistungsanbietern integrierte Angebote für Gesundheitsleistungen erarbeitet werden im Sinne eines "Gesundheitscampus", schlägt Schlaudt vor.

Wichtige Dinge, die bei der Entscheidung aus Sicht der Geschäftsführung für eine der drei Varianten eine Rolle spielen werden, sind zudem der Versorgungsbedarf, die Behandlungsqualität, die Sicherstellung von Ausbildungsqualität und klare Perspektiven für die Mitarbeiter.