Verregnete Märchentage

Marion Rank

Von Marion Rank

Mo, 13. November 2017

Bad Säckingen

Die schlechte Witterung macht den Veranstaltern zu schaffen / Vielfältiges Programm.

BAD SÄCKINGEN. In Bad Säckingen hat sich am Wochenende bei den zwölften Bad Säckinger Märchentagen des Stadtmarketingvereins "Pro Bad Säckingen" alles um Geschichten, Märchen, Sagen und Legenden gedreht.

Die Mitgliedsgeschäfte des Stadtmarketingvereins beteiligten sich mit verschiedenen Aktionen. Doch während die Märchentage bisher jedes Jahr tausende Besucher anlockten, schien die Stadt speziell am Samstag wie ausgestorben. Das Schmuddelwetter schien nur wenige dazu zu inspirieren, in die Stadt zu kommen. Einige Veranstalter von Aktionen warteten vergeblich auf Besucher. Der verkaufsoffene Sonntag, der den Märchentagen angeschlossen war, lockte mit Rabatten. Trotz des verregneten Wetters waren die Geschäftsinhaber mit dem Besucherinteresse zufrieden.

Zahlreiche Geschäfte in der Innenstadt hatten ihre Schaufenster märchenhaft dekoriert. Sie luden in kuscheliger Atmosphäre zum Lauschen von Märchenerzählungen sowie zu Filmvorführungen, Zauber- und Jonglageshows oder etwa zum Märchenkino und Basteln wie im Kinder- und Jugendhaus.

Für mittelalterliche Stimmung in der Altstadt sorgten die Märchengruppe "Grex Fabula" und die Spielleute Skadefryd. Bei den Märchenlesungen in den einzelnen Geschäften musste in diesem Jahr allerdings nicht um die besten Plätze gekämpft werden – was dem schlechten Wetter geschuldet war.

So durften sich nur wenige Veranstaltungsorte über viele Besucher freuen. Etwa der alte, ehrwürdige Diebsturm und das Trompeterschloss beim Erzählen von Geschichten, etwa beim "Turmgeflüster" mit Christine Malfi, die von Edith Kalt auf der Zither begleitet wurde oder den Erzählabenden für Erwachsene mit Frau Wolle und Christine Malfi. Die Veranstaltungen der beiden Damen in märchenhafter Atmosphäre fanden großen Anklang bei den zahlreichen Besuchern. Mit fernöstlichem Charme wurden die zahlreichen Besucher der Stadtbücherei beim japanischen Kindertheater mit dem Märchen "Momotaro, der Pfirsichjunge" in Deutsch und Japanisch bezaubert.

Schmerzlich vermisst wurde der riesige Kostümfundus von Rosemarie Krüttli, die erkrankt war. Doch dafür gab es Mitmachmärchen mit Christine Malfi und Klaus Böffert. An den Märchentagen wurde so mancher Opa wieder zum Kind oder besser gesagt zum Pfannkuchen, wenn er von seinem kleinen, darüber ganz stolzen, Enkel überredet wurde, Theater zu spielen. Großer Andrang herrschte im Hutgeschäft von Christine Zipser beim Monster-Märchentaschen basteln. Achtzig Taschen hatte sie vorbereitet, am Samstagnachmittag waren nur noch wenige vorhanden. Julia Pappalardo bemalte märchenhaft Kindergesichter, beim Tui-Reisecenter in der Lohgerbe gab es Glitzer-Tattoos, bei Foto Creativ Lifka zeigte Tim Strobel eine Zauber- und Jonglage-Show. Maria Chidichimo bezauberte als Eiskönigin und auch Kasperl und seine Freunde von der Freiburger Puppenbühne zogen die Kinder in ihren Bann.

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