Bahlinger Bauhof testet Lastenrad

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 05. Oktober 2018

Bahlingen

Kaiserstuhlgemeinde beteiligt sich an bundesweitem Forschungsprojekt.

BAHLINGEN (BZ). "Ich entlaste Städte" – so lautet der Name eines bundesweiten Forschungsprojekts des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), an dem sich für drei Monate auch die Gemeinde Bahlingen beteiligt.

Die Idee, ein Lastenrad auf dem Bauhof einzusetzen, hatte Bauhofleiter Dieter Adler laut einer Pressemitteilung der Gemeinde schon vor längerer Zeit. Einerseits, um die Umwelt zu schonen und weil kurze Wege in Bahlingen an der Tagesordnung und deshalb auch mit dem Rad denkbar sind. Andererseits, weil einer seiner Mitarbeiter noch keinen Führerschein hat und so bislang auf seine Kollegen angewiesen war, um seinen Aufgaben in und um Bahlingen nachzugehen.

Zusammen mit der Klimaschutzmanagerin Eva Mutschler-Oomen suchte der Bauhofleiter deshalb nach Lösungen. Sich auf den Lastenrad-Test zu bewerben lag laut der Gemeinde nahe, da es dabei die Möglichkeit gab, für einen Euro pro Tag ein Lastenrad für mehrere Monate auszuprobieren.

Bauhofmitarbeiter Besim Alija nutzt das Rad täglich. Es hat einen E-Motor und eine fest installierte Transportkiste, die Platz für kleinere Gerätschaften bietet. "Einziges Manko: Das Webergässle ist mit dem Motor nicht zu schaffen, da haben die bei der Planung wohl nicht an das bergige Bahlingen gedacht", so Dieter Adler.

Bis Ende November ist das Lastenrad in Bahlingen im Einsatz. Die Klimaschutzmanagerin hat aber schon Fördermittel für die Anschaffung eines Lastenrads beantragt – und diese bewilligt bekommen. Bis zum Ende des Jahres soll laut der Gemeinde ein eigenes Rad angeschafft werden. Es soll statt mit einer Transportbox mit einer Pritsche ausgestattet sein, damit sogar der Rasenmäher mitgenommen werden kann.

"Mit der Anschaffung eines E-Lastenrads schlagen wir gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe", betont Bürgermeister Harald Lotis. "Wir machen Klimaschutz und setzen unser Personal effizienter ein." Außerdem wolle die Gemeinde Vorbild sein für andere Unternehmen und Einrichtungen, für die es Sinn mache, über die Anschaffung eines Lastenrads nachzudenken. "Es gibt derzeit von Land und Bund Fördermittel, dadurch werden die Lastenräder noch attraktiver. Unsere Klimaschutzmanagerin Frau Mutschler-Oomen kann bei der Beantragung sicher weiterhelfen", betont Lotis.

Das Projekt "Ich entlaste Städte" ist auf drei Jahre ausgelegt und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit als Teil der nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Ziel ist es, das Lastenrad als ökologische und ökonomische Alternative zum Einsatz von Kraftfahrzeugen bekanntzumachen.

Mehr zu dem Projekt unter http://www.lastenradtest.de