Leserbriefe

Claus-Peter Käfer (Ballrechten-Dottingen)

Von Claus-Peter Käfer (Ballrechten-Dottingen)

Fr, 06. Juli 2018

Ballrechten-Dottingen

BALLRECHTEN-DOTTINGEN
Das Dorf ist nicht nur zu verwalten
Leserbrief zum Interview mit Ballrechten-Dottingens Bürgermeister Bernhard Fehrenbach, in der BZ am 23. Juni.
Das ist es also, was den Beruf eines hauptamtlichen Bürgermeisters einer relativ großen Gemeinde, einem Wein- und Erholungsort, ausmacht! Haushaltspläne aufstellen, Holzfassadenanstrich und Notbeleuchtung an der Castellberghalle und Lärmschutzelemente für die Schule organisieren, Wohngebiete erschließen, Kanäle spülen und mit der Kamera befahren, Rebwege unterhalten. Dies sind Verwaltungsarbeiten, die sicherlich fast alle von den Mitarbeiterinnen der einzelnen Abteilungen des Rathauses in Ballrechten-Dottingen organisiert werden könnten. Ein Dorf in dieser Größe ist nicht nur zu verwalten! Viel wichtiger wäre es, das Dorf zu "managen", neue Ideen einzubringen, zumindest mit allen Möglichkeiten zu versuchen, zum Beispiel eine vernünftige Infrastruktur in der Gastronomie und im ÖPNV (öffentliche Personen- und Nahverkehr) herzustellen.

Wo sollen denn die vielen Neu-Bewohner der neuen Wohngebiete (und die Touristen) in Ballrechten-Dottingen in Zukunft essen gehen oder Familienfeiern abhalten können? (Aktuell, vom 19. Juli bis Mitte August dieses Jahres gibt es dienstags und mittwochs keinerlei Einkehrmöglichkeit in unserem Wein- und Erholungsort!) Wie sollen denn die Neu-Bewohner oder die Angehörigen der Pflegebedürftigen des angedachten Pflegeheimes, nicht jeder ist motorisiert, in einer Regelmäßigkeit von und nach Ballrechten-Dottingen kommen?

Hierzu wurden an einem "Runden Tisch" in 2017 mehrere Vorschläge und Ideen zu Gastronomie und ÖPNV eingebracht. In ein teures Dorfentwicklungskonzept darf dies aber nicht einfließen, da man ja den Ideengebern eine Eigennützigkeit unterstellen könnte. Aber bis zum 26. Mai 2019 ist ja noch viel Zeit...! Claus-Peter Käfer, Ballrechten-Dottingen