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06. September 2011

Klimaweg auf St. Chrischona

Einen Wandel in den Köpfen anregen

Auf St. Chrischona wurde gestern der Basler Klimaweg eröffnet, der auch auf deutscher Seite eine Station hat.

  1. Stolz präsentiert Projektleiterin Manja Van Wezemael den Klimaweg. Foto: Michael Reich

  2. Die Fahnenallee auf St- Chrischona, Station Nummer 17, wurde von Kindern gestaltet. Foto: Michael Reich

ST. CHRISCHONA. Wanderern den Klimawandel spielerisch näherzubringen und sie dabei für das Thema zu sensibilisieren, ist das Ziel des Klimawegs Basel, der gestern auf St. Chrischona offiziell eröffnet wurde. Dabei will er weder belehren noch Ängste schüren, wie alle Beteiligten versichern. Vielmehr soll klar werden, was der Klimawandel hier und heute bedeutet, welche Chancen darin stecken und wie man kreativ darauf reagieren kann.

Rund hundert Frauen und Männer haben in den vergangenen sechs Monaten am Basler Klimaweg gearbeitet, darunter Landwirte, Gärtner, Förster und Web-Spezialisten, aber auch Schüler und Pfadfinder, wie der Vorsteher des Basler Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt, Christoph Brutschin, bei der Eröffnung berichtete. So seien 17 Stationen entlang des Grenzwegs vom Riehener Hörnli bis hoch auf St. Chrischona entstanden. Jede Station gehe dabei das Thema Klimawandel aus einer anderen Perspektive an. Neben Informationen und Tipps liefere der Klimaweg Denkanstöße. Er sei "ein weiteres Puzzleteil der basel-städtischen Klimaschutz-Strategie". Brutschin betonte, dass Klimapolitik, die Nachfrage nach Konsumgütern und die Produktion von Abfall keine losgelösten Entwicklungen seien. "Sie und ich, wir haben es tagtäglich in der Hand, ob wir dem Klima schaden oder es schützen", mahnte der Regierungsrat.

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Grenzach-Wyhlens Bürgermeister Jörg Lutz sah es als keinen Zufall an, dass der Grenzacher Hornfelsen eine Station des Basler Klimawegs ist. "Dort hat man einfach einen wunderschönen Blick", schwärmte er. Er betonte, wie wichtig grenzüberschreitender Naturschutz sei – auch im Hinblick auf die Atompolitik Frankreichs und der Schweiz.

Patrick Götsch, Gemeindepräsident von Bettingen sprach von einem Weg für alle. Willi Fischer, Gemeindepräsident von Riehen, betonte den grenzüberschreitenden Charakter, so wie beim bereits bestehenden Wiiwegle und beim Hebelweg. Der Klimaweg solle die Menschen dazu bringen, sich Gedanken zu machen "über Klimawandel und Lebenswandel", sagte Fischer.

Projektleiterin Manja Van Wezemael stellte einige Stationen vor. So heißt es an Station acht am deutsch-schweizerischen Grenzstein: "Der Klimawandel schert sich nicht um Grenzen. Im Gegenteil: Seine Folgen verschieben die Grenzen zwischen Wasser und Land, zwischen Arm und Reich, zwischen Nationen. Treibhausgase, Wirbelstürme und andere Folgen unseres industrialisierten Lebensstils machen keinen Halt vor Grenzsteinen. Dieser Klimaweg führt der Grenze zwischen der Schweiz und Deutschland entlang. Behörden und Förster beider Länder haben zusammengearbeitet, um dieses Projekt zu ermöglichen. Solch unkomplizierte, grenzüberschreitende Kooperation wird in Zukunft noch nötiger werden."

Bis 2014 kann der Klimaweg besucht werden, dann werden die Stationen wieder abgebaut.

Autor: Michael Reich