Basel

Falkensteinerhof als "Chemical Landmark" ausgezeichnet

sda

Von sda

Di, 12. Dezember 2017

Basel

Akademie der Naturwissenschaften Schweiz zeichnet Basler Falkensteinerhof am Münsterplatz als "Chemical Landmark" aus.

BASEL (sda). Der Falkensteinerhof in Basel wird von der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz (SCNAT) mit der Auszeichnung "Chemical Landmark" gewürdigt. Das historische Gebäude am Münsterplatz war einst Wirkungsstätte des Chemikers Christian Friedrich Schönbein. Der Falkensteinerhof in der Basler Altstadt beherbergte von 1821 bis 1894 die naturwissenschaftliche Sammlung und das chemische Laboratorium der Universität Basel.

Christian Friedrich Schönbein, laut Mitteilung der SCNAT einer der bedeutendsten Chemiker des 19. Jahrhunderts, war ab 1828 dort tätig. Im Falkensteinerhof entdeckte er 1839 den Effekt der Wasserstoff-Brennzelle. Dies diente als Grundlage für die Entwicklung der ersten Brennstoffzelle mit kontinuierlicher Gaszufuhr als Energiequelle. Im selben Jahr entdeckte und erforschte der in Deutschland geborene Chemiker zudem das Ozon. Später entwickelte er das als Schießbaumwolle bekannte Zellulosenitrat. Schönbein war ab 1831 Mitglied der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft (SNG), der heutigen Akademie der Naturwissenschaften Schweiz.

In dem aus der Zeit um 1610 stammenden Falkensteinerhof ist heute ein Teil der Büros des Bau- und Verkehrsdepartements des Kantons Basel-Stadt untergebracht. Mit ihren "Chemical Landmarks" macht die "Platform Chemistry" der SCNAT "auf das wissenschaftliche und technologische Erbe der Chemie in der Schweiz aufmerksam". Historisch bedeutende Einrichtungen werden als "historische Stätten der Chemie" ausgezeichnet und als Teil des kulturellen Erbes gewürdigt. Der Falkensteinerhof in Basel ist die neunte Einrichtung, der die Auszeichnung erhält. Bisher ausgezeichnet worden waren in Basel das Rosental-Areal und das Firmenarchiv der Novartis.