Nashörner stehen auf Eis an der Kette

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 12. Juli 2018

Basel

Wie Nashorn, Javaneraffe und andere Basler Zootiere mit der Sommerhitze umgehen.

BASEL (BZ). Eis ist dieser Tage im Zoo Basel bei Javaneraffen oder Nashörnern sehr beliebt. Für ein Affen-Eis werden Gemüse- oder Fruchtstücke mit Wasser in einem Pappbecher eingefroren. Bevorzugte Sorte der Panzernashörner ist Möhre/Banane/Rote Bete. Die Pfleger legen für sie die Futterstücke in einen großen Wassereimer und frieren das Gemisch ein zum Rieseneis. Mit eingefroren wird eine an einer Metallscheibe befestigte Kette. Das Eis wird dann – ohne Eimer – an einem Ast aufgehängt, so dass die Nashörner daran schlecken können. Aber, auch wenn die Tiere es mögen, nötig ist es nicht.

Jede Tierart hat eigene Strategien, die Hitze zu überstehen. Nashörner nehmen auch gern ein kühles Bad und Nashornbulle Jaffna liebt es zu duschen. Viele Zolli-Bewohner kommen aus wärmeren Gefilden und mögen die Hitze. Für diejenigen, die eine Abkühlung schätzen, sind in den Zoo-Anlagen aber auch immer Kühlmöglichkeiten vorhanden. Und wenn’s zu heiß wird, hilft auch Schwitzen. Dies können aber nicht alle Tiere gleich gut. Menschen, Affen, aber auch Pferde, Rinder oder Kamele haben viele Schweißdrüsen. Schweine, Nashörner und Nagetiere können dagegen fast nicht oder gar nicht schwitzen. Schweine und Nashörner suhlen deshalb gerne im Schlamm, manche Tiere drücken sich an den feuchten Boden, lecken sich das Fell oder hecheln. Im Zoo gibt’s viele weitere Möglichkeiten zu sehen, die Hitze zu überstehen: Bisons legen sich eine "Kurzhaarfrisur" zu, Schneeleoparden verziehen sich in den Schatten. Eine spezielle Variante ist bei den Störchen zu sehen: Sie koten sich auf die Beine, was etwas Kühlung verschafft.

Eis im Zoo: Das nächste Nashorn-Eis gibt’s am Sonntag, 15. Juli, zirka 10 Uhr. Das beschäftigt sie einige Stunden.