Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

29. April 2016

Walzer, Tango und Filmmusik

Die vier Musikerinnen der Gruppe "Olga B." geben im Forum "erlebnis:holz" in Bernau ein Konzert.

BERNAU. Einen vergnüglichen, frohen und auch tiefgreifenden Konzertabend mit dem Ensemble "Olga B." aus Titisee-Neustadt erlebten erfreulich viele Zuhörer im Forum "erlebnis:holz". Die vier virtuos musizierenden Damen stellten sich nach der Begrüßung durch Margret Köpfer zunächst einmal vor und erzählten, was sie vorher mit ihren Instrumenten gemacht haben.

Christine Kleiser (Violine) spielte eine Partie aus den Brandenburgischen Konzerten von Johann Sebastian Bach, Eveline Tritschler (Akkordeon) ließ das Kufsteinlied erklingen, Renate Maier (Kontrabass) ließ Peter Gunn, den Privatdetektiv aus der gleichnamigen Krimiserie lebendig werden, und Beate Metzler entlockte der Klarinette den Radetzkymarsch, zu dem die Damen vor der Bühne marschierten.

Doch dann fanden sie zusammen zu Walzer, Tango, bekannter Filmmusik und Klezmer. Vorneweg stellten sie das Zitat "Ein Klezmer macht keine Musik – er singt, spricht, lacht durch sein Instrument" – daran haben sie sich in ihrem Programm gehalten. So beispielsweise beim russischen Lied "Erster Vals", das im Original einen jiddischen Text hat, oder auch in dem eher religiösen Lied "Niguin" und besonders im "Yankele".

Werbung


Zu "Habanera", der bekannten Arie aus der Oper Carmen von Bizet griff Beate Metzler, die durch das Programm führte, passend auf Heinz Erhardt zurück: "Wenn die Opern dich umbrausen, dann genieße auch die Pausen".

Aber soweit war es noch nicht. Vielmehr erklang Filmmusik aus dem Spielfilm "Chocolat", ein israelischer Tanz und ein Zigeunerlied, besonders schön und einfühlsam dann die bekannten Tangos von Isaak Albeniz sowie "Media Luz" von Donato.

Abschied mit zwei Zugaben

Zu hören waren auch "Oblivion", einer der populärsten Tangos von Piazolla, wie auch sein "Libertango". Es war lebendige Musik, bewegend und melancholisch.

Auch eine Basspercussion gab es an dem Abend – alle vier Damen trommelten verschiedene Rhythmen auf ihren Instrumenten, bis man den Glockenschlag einer Uhr zu hören meinte, der die Zuhörer in die Pause entließ.

Voller Temperament ging es danach weiter, die Musikerinnen entführten die Zuhörer ins temperamentvolle Ungarn mit der "Julischka aus Budapest" von Fred Raymond und dem bekannten "Czardas" von Vittorio Monti. Nicht fehlen durfte Frank Sinatras Klassiker "My Way", dem das sehr schön vorgetragene "Blümelein" von Wilhelm Busch folgte.

Für all ihre Vorträge erhielt "Olga B." dankbaren und anhaltenden Applaus. Die vier Musikerinnen verabschiedeten sich mit den klassischen Tangos "El Choclo" eines argentinischen Komponisten und "Cumparsita" eines Komponisten aus Uruguay. Beide Stücke gehören zu den drei meist gespielten Tangos und deren Melodien seien auf der ganzen Welt bekannt, erfuhren die Zuhörer im Forum. Ohne Zugabe wollte das Publikum dieses Konzert nicht zu Ende gehen lassen: Es folgten zwei Zugaben und die vier Musikerinnen freuten und bedankten sich.

Autor: Ulrike Spiegelhalter