Neugier auf Musik wecken

Herbert Frey

Von Herbert Frey

Sa, 01. Oktober 2016

Binzen

Neues Angebot in Binzen: Musikalische Früherziehung im Kindergarten fördert Talente der Kleinen.

BINZEN. "Wir wollen die musikalische Früherziehung fest installieren", sagt Sybille Hartbrich, die Leiterin des Oberlin-Kindergartens. Mit diesem Anliegen stieß sie bei Karl Gehweiler, dem Leiter der städtischen Musikschule in Weil am Rhein, auf offene Ohren. Am Freitag stellten die beiden gemeinsam mit Bürgermeister Andreas Schneucker, der Lehrerin für musikalische Früherziehung, Stephanie Rösch sowie der stellvertretenden Leiterin der Kinderschule, Miriam Madiou, dieses neue Angebot vor.

Die Musikschule Weil am Rhein unterhält in Binzen eine Außenstelle, deren Angebote immer stärker nachgefragt werden. Inzwischen, so Gehweiler, fänden rund zehn Prozent des Musikschulunterrichtes in Binzen statt. Auch musikalische Früherziehung konnte schon bislang vor Ort wahrgenommen werden. Nun aber ist dieses wichtige erste Heranführung von Vorschulkindern an die Musik ganz eng mit den beiden Kindergärten vor Ort verzahnt, was für beide Seiten Vorteile bringt.

Denn der Unterricht findet vormittags in den Räumen des Oberlin-Kindergartens statt. "Dies erspart es den Eltern, die Kinder nachmittags extra zum Unterricht der Musikschule zu bringen", erklärte Sybille Hartbrich. Sie will bei den Kindern vor allem Interesse und Freude am gemeinsamen Musizieren wecken.

Die Jungen und Mädchen der Kinderschule, die eine Ganztagseinrichtung ist, hätten die musikalische Früherziehung in der Regel bislang nicht wahrnehmen können, freute sich Miriam Madou, dass sich dies nun geändert hat.

Mit insgesamt 18 Jungen und Mädchen in zwei Gruppen hat Stephanie Rösch den Unterricht begonnen. Die Gruppen sind dabei mit Kindern beider Einrichtungen bunt gemischt besetzt, die sich so näher kennenlernen können. Auch das Sprech- und Artikulationsvermögen sowie das soziale Miteinander werde gefördert, schilderte Rösch. Gehweiler sieht vor Ort noch großes Potenzial: Immerhin besuchen die beiden voll belegten Einrichtungen derzeit insgesamt 105 Kinder.

Bürgermeister Schneucker, der einen engen und unkomplizierten Draht zur Musikschule pflegt, wofür sich Gehweiler ausdrücklich bedankte, wies auch darauf hin, dass man im Oberlin-Kindergarten ein ideales Ausweichquartier für den regulären Musikschulunterricht vor Ort gefunden habe. Denn die Grundschule, die derzeit bekanntlich umfassend saniert und umgebaut wird, steht ein Jahr lang dafür nicht mehr zur Verfügung. "Da die Räume im Oberlinkindergarten nachmittags weitgehend leer stehen, bot sich das an", so der Bürgermeister.

Musikalische Früherziehung: Eltern, die sich dafür interessieren, können sich unter Tel. 07621/704421 informieren.