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11. Januar 2015 16:03 Uhr

Neujahrsempfang

An der Breisacher Realschule wird es eng

Schulleiter Christoph Wolk zog beim Neujahrsempfang eine positive Bilanz. An der Hugo-Höfler-Realschule werden rund 1000 Schüler in 38 Klassen unterrichtet.

  1. Die Klasse 6 b sorgte für die musikalische Einstimmung beim Neujahrsempfang. Foto: Jochen Voigt

BREISACH. "Es ist seit mehreren Jahren guter Brauch, den Neujahrsempfang an der Hugo-Höfler-Realschule (HHR) zusammen mit der Lehrerschaft, den Schülern und den Eltern sowie mit den Gästen zu feiern", sagte Realschulrektor Christoph Wolk. In seinem Bericht zeigte er sich stolz über die Erfolge der Schule.

Unter Leitung von Walter Spindler, der auch den Neujahrsempfang moderierte, sorgte die Klasse 6b mit "Leben ist mehr" für die musikalische Einstimmung. Dann begrüßten die Sprecher der Schülermitverantwortung (SMV), Kimberly Klett und Julian Wasik, die zahlreichen Gäste. Sie berichteten von ihren Aufgaben, vom Ausrichten des Adventsbasars und der Betreuung der zwei Schulpartner in Bali und im Sudan bis zu Projekten, um Mobbing in der Schule zu verhindern.

Über 1000 Schüler
Wolk dankte der Stadt Breisach für die "perfekte Unterstützung", ebenso den Kooperationspartnern der Schule sowie der Schulleitung der Julius-Leber-Schule für die gute Zusammenarbeit. Rund 1000 Schüler besuchen in 38 Klassen die Schule. Auffallend sei, so Wolk, dass es derzeit acht 10. Klassen mit rund 200 Schülern gibt. Der Grund dafür sei, dass viele Schüler von den Gymnasien als "Abbrecher" zur Realschule kämen. Immer häufiger müssten neue Klassen gebildet werden. Insgesamt unterrichten 80 Lehrer und Sozialarbeiter an der Schule. Das Durchschnittsalter des Kollegiums liege bei 44.

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Schülerrückgang in den 5. Klassen
Deutlich sei der Schülerrückgang in den unteren Klassen zu merken, so der Rektor. Nur fünf 5. Klassen werden in diesem Schuljahr unterrichtet. Die Kinderzahl geht zurück, in den umliegenden Gemeinden mussten schon Schulen geschlossen werden. Ein Ende der Haupt- und der Werkrealschulen sei absehbar. Absicht der Landesregierung sei es, Gemeinschaftsschulen einzurichten, vermutlich werde die Haupt- und Werkrealschule in Breisach im Laufe des Jahres zur Gemeinschaftsschule. Sie sei dann durchgängig eine Ganztagsschule, während an der Realschule die Eltern immer neu entscheiden, ob die Kinder halb- oder ganztags zur Schule gehen. An der Realschule habe man eine homogene Schülerschaft. Das sei erforderlich, denn jeder Schüler könne mit der Durchschnittszensur "Befriedigend" auf ein Gymnasium oder in die Berufsausbildung wechseln. In den Gemeinschaftsschulen sei die Schülerschaft heterogen mit je einem Drittel Gymnasiasten, Real- und Hauptschülern. An der Gemeinschaftsschule gibt es "Lernbegleiter" für die "Lern-Ateliers". Er sei aber notwendig, dass Lehrer Schüler fordern und fördern, nicht nur begleiten, betonte Wolk. In den nächsten Jahren müsse man dem Raummangel an der Realschule entgegenwirken, erste Projekte seien auf den Weg gebracht worden.

Viele Veranstaltungen
Zu den besonderen Leistungen hätten 2104 Lesewettbewerbe, eine Geschichtsausstellung über den Mauerfall, zwei Konzerte, die Mitarbeit der Schüler im Schulgarten, ein Kunstwettbewerb, eine Revue sowie ein Schulfest gehört. Ziel für 2015 sei es, jedem Schüler eine Garantie auf Weiterbildung oder auf einen Ausbildungsplatz zu geben. Ein Zeichen für den "pädagogischen Geist" an der Schule sei die Eröffnung des Cafés, das die Schüler selbstständig führen. Auf einer Klassenfahrt mit Fahrrädern wurde ein Schüler mitgenommen, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist, ein Beweis für die Integration an der Schule.

Land prämiert die zehn Besten
Am 9. Februar wird das Kultusministerium die zehn besten Schulen im Lande auszeichnen, informierte Wolk. Die Breisacher Realschule gehöre dazu. Es sei aber noch nicht bekannt, auf welchem Platz. Er sei stolz auf alle Schulen in der Stadt, sagte der Breisacher Bürgermeister Oliver Rein. Etwa 70 Prozent der Rathausmitarbeiter hätten die Breisacher Realschule absolviert. An einem Schulraumprogramm werde gearbeitet. Zum Abschluss boten die Lehrer Charlotte Waibel und Roman Knörr-Zarbock "Lied ohne Worte" (Mendelssohn) dar.

Autor: Hans-Jochen Voigt