Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

15. Juli 2016 14:57 Uhr

Breisacher Helferkreis erhält neues Domizil

Ein eigenes Haus für Integrationsarbeit

In Breisach ist ein weiteres Gebäude für die Betreuung und Integration von Flüchtlingen bereitgestellt worden.

  1. Bürgermeister Oliver Rein und Helferkreis-Sprecherin Kerstin Manz freuen sich über den Ehrenamtspreis der Sparkassenstiftung. Foto: Kai Kricheldorff

BREISACH. Mit Hilfe des städtischen Bauhofs wurde das vor über 50 Jahren als Schwesternwohnheim gebaute Haus in der Kolpingstraße 14a, das der katholischen Kirche gehört, für die Zwecke des Breisacher Helferkreises umgestaltet. Dieser will in 3 Gruppenräumen vorrangig Sprachkurse für Flüchtlinge anbieten. Ein weiterer Raum soll als Büro und Beratungsstation genutzt werden.



Dank an die Kirche
"Wer sich so einbringt, wie die Mitglieder des Helferkreises, der muss auch die städtische Infrastruktur nutzen können", begründete Bürgermeister Oliver Rein die neue Zweckbestimmung der Räumlichkeiten, in der bis Herbst 2014 die Caritas-Beratungsstelle untergebracht war. Rein dankte dem Ordinariat und dem Pfarrgemeinderat von St. Stephan dafür, dass sie das Haus dem Helferkreis für seine wichtigen Integrationsaufgaben zur Verfügung stellen. "Die Kirchen in unserer Stadt haben sich vorbildlich in der Flüchtlingsarbeit engagiert", lobte der Bürgermeister in seiner Ansprache.

Rein stellte den zahlreich erschienenen Ehrenamtlichen des Helferkreises Adalbert Respondek vor, der seit 1. Juli die neugeschaffene Stelle des Integrationsbeauftragten bei der Stadt Breisach angetreten hat. Er arbeitete bisher als Sozialbetreuer für Asylbewerber beim Landratsamt. Sein Aufgabengebiet bei der Stadt werde künftig vor allem in der Integration von Flüchtlingen liegen, deren Asylantrag bewilligt wurde, und die längerfristig in Breisach bleiben werden, kündigte der Bürgermeister an. Rein dankte auch dem Helferkreis und hob hervor, dass dieser jüngst mit dem Ehrenamtspreis der Sparkassenstiftung ausgezeichnet wurde.

Werbung


Münsterpfarrer Werner Bauer und Pfarrerin Christiane Drape-Müller von der evangelischen Martin-Bucer-Gemeinde sprachen den ökumenischen Segen, "nicht für das Haus, sondern für die Menschen, die in ihm ein- und ausgehen", wie Pfarrer Bauer bei der Gelegenheit ausdrücklich betonte.

Mehr Angebote
"Dieses neue Domizil für den Helferkreis befördert und erleichtert die Integration der Flüchtlinge in Breisach", sagte Kerstin Manz von Helferkreis. Sie versprach, dass die Palette der Integrationsangebote wachsen und das Haus mit Leben erfüllt werde. Neben den Sprachkursen plant der Helferkreis, eine Hausaufgabenbetreuung für Schüler der Vorbereitungsklassen zu organisieren. Eventuell könnte dort auch ein Ferienprogramm mit gemeinsamen Freizeitangeboten für deutsche Kinder und solche aus Flüchtlingsfamilien aufgezogen werden.

Derzeit nehmen fast 100 Flüchtlinge aus Breisach an Sprachkursen des Helferkreises teil. Rund 35 ehrenamtliche Lehrerinnen und Lehrern sind dafür im Einsatz. Weitere Lehrkräfte für die Sprachvermittlung sowie für Alphabetisierungskurse werden dringend gesucht. Dankbar ist der Helferkreis auch für Spenden von Unterrichtsmaterialien, in erster Linie Hefte, Schreiblöcke und Stifte. Hilfreich für die Gruppenarbeit in der Kolpingstraße wäre auch ein gebrauchtes Kopiergerät.

In den 3 Gruppenräumen stehen ausrangierte Schulbänke aus dem Theresianum, das Martin-Schongauer-Gymnasium und die Julius-Leber-Schule steuerten Stühle und Tafeln bei. Das Haus verfügt außerdem über eine komplett ausgestattete Küche.

Kontakt und Info: http://www.helferkreis-breisach.de

Autor: kff