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25. April 2011 15:38 Uhr

Deutsche und Elsässer fordern die Abschaltung des AKW Fessenheim

Fast 5000 Menschen demonstrieren auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft

5 Minuten nach 12 war es auf der Rheinbrücke, als sich am Ostermontag zwischen 4000 und 5000 Demonstranten zu einer Schweigeminute versammelten, mit der sie der Opfer der Nuklearkatastrophen gedachten und die Abschaltung des AKW Fessenheim forderten.

  1. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Breisacher Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

  2. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

  3. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

  4. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

  5. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

  6. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

  7. Über 4000 Teilnehmer demonstrierten auf der Rheinbrücke gegen Atomkraft und für die Abschaltung des AKW Fessenheim. Foto: Kai Kricheldorff

BREISACH. Dabei erinnerten sie an die Explosion im Atomkraftwerk Tschernobyl vor 25 Jahren und an das Atomunglück im japanischen Fukushima vor 6 Wochen. Die Demonstranten forderten den Ausstieg aus der Atomenergie und die unverzügliche Abschaltung des Meilers im elsässischen Fessenheim.

"Radioaktivität kennt kein Grenzen. Unser Protest auch nicht", hieß die Losung auf der Brücke zwischen Deutschland und Frankreich. Die Demonstration, an der sich auch viele französische Bürgerinnen und Bürger beteiligten, verlief ohne Zwischenfälle. Nach etwa einer Stunde wurde die Rheinbrücke wieder für den Verkehr freigegeben.

Gedenken an Tschernobyl und Fukushima

Veranstalter waren die Initiative "Stop Fessenheim" und die Anti-Atom-Gruppe Freiburg. Deren Sprecher, Ingo Falk, zeigte sich mit der Teilnahme überaus zufrieden. "Wir haben nicht damit gerechnet, dass so viele am Ostermontag nach Breisach kommen würden", erklärte er. Viele Freiburger Atomkraftgegner waren auf Fahrrädern in die Münsterstadt geradelt. Andere reisten mit der S-Bahn an.

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Auch aus Breisach und den umliegenden Kaiserstuhlgemeinden beteiligten sich einige Hundert Bürgerinnen und Bürger an der Protestaktion. Demonstranten aus dem Elsass kamen von der Westseite auf die Rheinbrücke.

Nach der Schweigeminute forderten die Teilnehmer die Abschaltung des AKW Fessenheim und den sofortigen Atomausstieg. Hunderte von gelben Anti-AKW-Fahnen wehten auf der Rheinbrücke, auch Schilder und Transparente mit teilweise originellen Losungen wurden mitgeführt. Nach der halbstündigen Brückensperrung versammelten sich die Teilnehmer auf der Rheininsel an der westlichen Uferseite zu einer Kundgebung, auf der Vertreter der Internationalen Ärzte gegen Atomkraft, der Elektrizitätswerke Schönau (EWS), der Bürgerinitiative "Stop Fessenheim" sowie ein Mitglied des Stadtrats von Colmar sprachen. Auf dem Gelände waren Imbiss- und Getränkestände aufgebaut und eine Band aus Straßburg spielte auf.

Nach Angaben der Polizei nahmen etwa 4000 Teilnehmer an der Demonstration auf der Rheinbrücke teil, von Veranstalterseite wurde ihre Zahl auf 5000 geschätzt.

Autor: Kai Kricheldorff