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16. März 2015

Neue Bücher für die Jüngeren

Die Bibliothek der Buchenbacher Schule ist gut bestückt.

  1. In der Bücherei der Sommerbergschule Buchenbach finden alle Klassen das richtige Lesematerial. Auch Nele, Sara, Dominik, Maximilian und Matthis (von links) haben zusammen mit der Leiterin Anja Heß die richtigen Bücher für sich gefunden. Foto: JOSEF FALLER

BUCHENBACH. Die Buchenbacher Sommerbergschule, damals noch Grund- und Hauptschule, hat seit der Fertigstellung des zweiten und letzten Bauabschnittes 1982 eine eigene Bücherei. Diese ist untergebracht im zweiten Obergeschoss in einem eigens dafür konzipierten Raum. Er ist, wie es sich für eine Schwarzwaldgemeinde gehört, komplett mit Holz verkleidet und wirkt dadurch warm und gemütlich. Seit einem Jahr leitet nun Anja Heß die Schulbücherei, sie hat damit das Amt von Birgit Diesperger übernommen.

Eine geschwungene Holztreppe führt auf eine Galerie, wo Plätze zum Lesen eingerichtet sind. Durch die große Fensterfront auf der Ostseite hat man einen herrlichen Blick auf den Ortskern von Buchenbach, auf die Kreuzbergkapelle und bis hoch zum Ottenberg. Eingerichtet hat die Bücherei Ingeburg Seubert, die damals Lehrerin an der Schule war. Bei der Sichtung des Bestandes habe sie festgestellt, dass sehr viele Bücher nur für ältere Schüler oder gar Erwachsene geeignet gewesen seien, erzählte nun Leiterin Anja Heß. Spannend sei das Aussortieren allemal gewesen, es seien sogar Bücher mit dem Stempel der Volksschule Wagensteig aufgetaucht.

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Gerade für Leseanfänger sei jedoch ganz wenig Material da gewesen – einige Bilderbücher, aber keine Lesebücher. Da momentan nur noch eine kombinierte Klasse 6/7 der Werkrealschule in Buchenbach unterrichtet wird, habe man sich beim aktuellen Bedarf nach den jüngeren Schülern orientiert. Im vergangenen Jahr hat die Kirchzartener Bücherstube für jede Klassenstufe Lesekoffer mit Sachbüchern und Geschichten zur Verfügung gestellt. Beate Rösch, Klassenlehrerin des vierten Schuljahres, hat vorgeschlagen, diese Kisten nach einem Jahr nicht zurückzugeben, sondern zu kaufen.

Da eine solche Ausgabe mit dem normalen Etat nicht zu stemmen war, ist der Förderverein der Schule eingesprungen. Er hat dabei zusammen mit einer weiteren Anschaffung mehr als 800 Euro spendiert – eine stolze Summe. Da auch viele Eltern gut erhaltene, zum Teil auch neuwertige Bücher gebracht hätten, sei die Bücherei für den Moment gut bestückt, so heißt es jetzt. Deshalb hat das Lehrerkollegium der Sommerbergschule beschlossen, das diesjährige Budget nicht für Bücher, sondern für die Anschaffung von Möbeln wie Sitzkissen zu verwenden.

Jede Klasse der Sommerbergschule hat eine feste wöchentliche Bücherstunde, in der die Schüler mit der Klassenlehrerin oder auch mit sogenannten Lesemüttern die Bücherei zum Ausleihen oder zum Lesen besuchen können.

Autor: Josef Faller