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27. August 2016

Bürgermeister ohne Chance

43 Zirkuskinder zeigen ihr Können als Jongleure, Fakire, Feuerspucker, Akrobaten und Clowns.

  1. Rasant war der Auftritt der Jongleure. Foto: Frey

  2. Auch auf dem Seil wussten die Kinder zu begeistern – da waren nicht nur Gleichgewichtssinn und Geschicklichkeit, sondern auch Teamgeist gefragt. Foto: Herbert Frey

  3. Balancieren und den Reifen kreisen lassen: für die Kinder kein Problem. Foto: Herbert Frey

WEIL AM RHEIN (hf). Der Bürgermeister von Weil am Rhein entführt einen Youtubestar und kleine Superhelden befreien ihn wieder aus seiner Gewalt – das war die rasante Geschichte, in die die 43 Kinder, die die Woche über am Zirkusprojekt des Familienzentrums Wunderfitz teilgenommen hatten, am Freitag ihren zahlreich erschienenen Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden präsentierten.

Nicht nur die Zuschauer und die Pädagogen vom Mitmachzirkus Zansiba, die die Jungen und Mädchen einfühlsam auf ihren großen Auftritt vorbereitet hatten, sondern auch die Organisatoren vom Familienzentrum sowie von der Stadtjugendpflege, die sich als Kooperationspartner ebenfalls tatkräftig mit einbrachte, waren nach dem ausgelassenen Abschlusstanz hellauf begeistert von dem, was die Kinder in nur einer Woche auf die Beine gestellt hatten.

"Fast wie die Profis", lautete der Kommentar einer Zuschauerin nach einer erstaunlich versierten Nummer am Vertikaltuch. Aber auch die Einradfahrer, die Jongleure, die Seiltänzer und Trapezkünstler beeindruckten mit ihrem Mut und ihrem Selbstvertrauen. Letzteres mussten sich einige Kinder in der Zirkuswoche allerdings erst erarbeiten. Umso mehr strahlten sie am Ende, als dem Bürgermeister und seinen Komplizen das Handwerk gelegt wurde.

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Komödiantisches Talent bewiesen die Kinder der Clowngruppe: Herrlich schräg – und das mit Inbrunst – sangen sie und spielten sie auf ihren Instrumenten. Das war, im wahrsten Sinne des Wortes, zum Umfallen komisch. Verblüffend waren auch die Zaubertricks, die die Kinder des Magierworkshops präsentierten. Und dass Einige sich zu Beginn der Vorstellung in der drückend heißen Sporthalle sogar als Feuerspucker betätigen durften (dies geschah natürlich zur Begrüßung im Schulhof), war sowieso der Hit. Für die szenischen Episoden, die die Handlung der von den Kindern selbst erdachten Räuberpistole vorantrieben, war die Theatergruppe zuständig, die bestens integriert war. Von den Kostümen, über die mit Stoffen, Matten und Koffern nachgebaute Manege, bis zur Musik passte alles. Und selbstverständlich gehörte auch die Unterstützung der Jüngsten mit dazu. Denn man verstand sich als ein Team.

Auf der Riesenkugel durch ein Seil springen, auf einem hohen Podest eine Fanfare auf der Trompete schmettern oder an zwei Trapezen in wilden Formationen durch die Luft schwingen – an Glanzpunkten mangelte es dieser Vorstellung wahrlich nicht. So hatten sich am Ende alle die Stärkungen, die an einem Sommerbüfett im Hof warteten, verdient.

Reza Begas von der Stadtjugendpflege und Regina Götz vom Familienzentrum dankten auch der Bürgerstiftung Weil am Rhein, die 1000 Euro beisteuerte.

Autor: hf