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31. Oktober 2010 12:35 Uhr

Rheintalstrecke

Buggingen: Grube will Politiker mitbringen

Auf seiner Informationstour durch Südbaden hat Bahnchef Rüdiger Grube auch Buggingen besucht. Bis "spätestens Ende Januar" will er in Begleitung von Landes- und Bundespolitikern wieder ins Markgräflerland kommen.

  1. Großer Bahnhof für Bahnchef Grube. Foto: sigrid umiger

  2. Rüdiger Grube am Bugginger Bahnhof. Foto: sigrid umiger

  3. Rüdiger Grube am Bugginger Bahnhof. Foto: sigrid umiger

"Die Landesregierung Baden-Württemberg hat zugesagt, sich mit fünfzig Prozent an den Mehrkosten für die Rheintaltrasse zu beteiligen." Diese Botschaft überbrachte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, den Bürgern bei seinem Besuch im Markgräflerland am gestrigen Samstag. Rund 500 Bürger und Kommunalpolitiker forderten am Bahnhof Buggingen:Klare Signale für die Bürgertrasse mit einer Tieferlegung der Güterzuggleise.

"Tieflage, Deckel drauf", war eine der Botschaften auf zahlreichen Plakaten. Rüdiger Grube versicherte, er werde die Dialogkultur ändern und sich persönlich um das Thema Rheintaltrasse kümmern, denn, so sagte Grube auch in Buggingen: "Ich will kein zweites Stuttgart 21".
Er versprach, sowohl Bundesverkehrsminister Ramsauer als auch Ministerpräsident Mappus und Landesverkehrsministerin Gönner "spätestens Ende Januar" ins Markgräflerland mitzubringen. Dies sei geboten, weil die Rheintaltrasse "die wichtigste Schienentrasse Deutschlands" sei, aber auch, weil die Abschaffung des Schienenbonus – den die 20.000 Mitglieder starken Bürgerinitiativen an der Rheintaltrasse fordern – "ausschließlich Sache der Politik" sei.

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Für die Strecke Offenburg bis Weil am Rhein habe die Bahn Eigenmittel von 400 Millionen Euro eingestellt und davon bereits 100 Millionen Euro für die Abschnitte Rastatt und Offenburg ausgegeben. Gemäß der Vorgabe des Regierungspräsidiums Freiburg fordere das Eisenbahnbundesamt nun die Untersuchung einer Alternativtrasse im Bereich Buggingen, erklärte Grube.

Er nehme das sehr ernst: "Es gibt immer Spielraum, auch in der Gesetzgebung." Aber er wolle keine falschen Erwartungen wecken. Nach der jetzigen Gesetzeslage könnte die Tieflage der Gleise "schwierig" sein, räumte der Bahnchef ein. Genau das ist aber eine Forderung, von der die Bürgerinitiaitve MUT (Mensch und Umwelt schonende Trasse) laut ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Gerhard Kaiser "auf keinen Fall abrücken" will.

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Autor: Sigrid Umiger