BZ-Hautnah

BZ-Leser versuchen sich im Biathlon in der Nordic-Arena Notschrei

Sophia Hesser

Von Sophia Hesser

Di, 15. Januar 2019 um 18:41 Uhr

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

Wie sich Biathlon anfühlt, konnten BZ-Leser am Montagabend in der Nordic-Arena am Notschrei bei Flutlicht erleben – bei starkem Schneefall und ungemütlichem Wind.

Das Nordic-Center

Von der Kinderstube bedeutender Sportler, von Schneesicherheit und von innovativen Ideen sprachen Betriebsleiter Walter Rombach und der Koordinator des Deutschen-Skiverband-Stützpunkts und Leiter der Nordic-Schule, Rainer Kiefer. Sichtlich begeistert von ihrem Sport berichteten die beiden, was in der Nordic-Arena so passiert.

Profis, Sportvereine, Schüler und Hobbysportler seien hier unterwegs. Wer dem Verein Notschrei-Loipe angehört – er hat 5000 Mitglieder –, kann die Anlage nutzen.

Doch das könnten laut den zwei Experten noch mehr sein. "Wir hätten hier gern viel mehr Schüler", sagt Kiefer. Zwar kämen vor allem aus den Kreisen Emmendingen und Ortenau einige Schulklassen, doch gerade aus dem Breisgau-Hochschwarzwald auffallend wenige. Kiefer vermutet, dass das an der nicht vorhandenen Ausbildung der Sportlehrer im Bereich Ski- beziehungsweise Langlaufsport liegt.

Der Schnee

Dass es einmal Zeiten mit wenig Schnee geben könnte, konnte man am Montag nicht erahnen. Er kam gefühlt von oben, von unten, von der Seite – Schnee wohin das Auge reichte. Dennoch: Am Notschrei macht man sich Gedanken, wie man zukünftig an Schnee kommt. Schneekanonen werden eingesetzt. Im letzten Winter hat man sogar Schnee konserviert. Er wurde abgedeckt mit Holz- und Sägespänen, übersommert und im Herbst wieder verteilt.

Der Biathlonsport

Langlauf kann jeder, sagen die beiden Experten. Lediglich die richtige Technik sollte gelernt sein. Die BZ-Leser brachten fast alle Vorkenntnisse mit und sausten, kaum auf den Brettern, auch schon davon, vom Loipenhaus direkt rein in den dunklen Wald, Richtung Nordic-Arena. Rainer Kiefer, selbst Skilehrer, gab dort angekommen noch praktische Tipps mit auf den Weg. Wie man dann auch noch mit einem Lasergewehr schießt und die 50 Meter entfernten Scheiben trifft, erklärte die Nordic-Schul-Trainerin Vanessa Bühler den Lesern anschaulich. "Die Scheibe beim Stehendschießen ist so groß wie eine CD. Beim Liegendschießen wie der innere Kreis einer CD." Dass das Schießen im Stehen viel schwieriger ist, erfuhren die Leser dann auch am eigenen Leib. Und fühlten sich wie die Profis – Martin Fleig, Simon Schempp oder auch Benedikt Doll trainieren und trainierten schließlich auf derselben Anlage.

Die BZ-Leser

Von jung bis alt – die BZ-Leser, die neugierig genug waren, den Weg auf den Berg auf sich zu nehmen, waren ganz unterschiedlich. Sie kamen etwa aus Kenzingen, Hinterzarten, Ballrechten-Dottingen oder Freiburg. Allen gemein: die Begeisterung für Biathlon. "Ich schaue zuhause immer im Fernsehen Biathlon – das ist für mich der faszinierendste Sport", erzählte eine Gundelfingerin. Andere gehen regelmäßig langlaufen. Ein junger Mann kam mit seinem Vater aus dem nördlichen Breisgau. Einmal stand er schon auf den Langlaufski, jetzt wollte er die richtige Technik lernen. Und natürlich wollten alle einmal schießen. Manch einer entpuppte sich als wahres Talent, andere kämpften mit Zittern oder Sehschwäche, die das Zielen erschwerten.