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07. November 2015

Und jetzt: Die Welt!

Die zwölften Hörspieltage der ARD in Karlsruhe.

Dieses Festival hat sich ganz offenbar etabliert, obwohl es nicht mit Events prunken kann: Zum zwölften Mal finden – vom 11. bis zum 15. November – in Karlsruhe die ARD-Hörspieltage statt. Erfolg und Kontinuität haben womöglich auch damit zu tun, dass die um die Verleihung des Deutschen Hörspielpreises gruppierte Veranstaltungsreihe genau den richtigen Ort gefunden hat. Zum zehnten Mal bereits finden die Hörspieltage im ZKM statt, dem Zentrum für Kunst und Medientechnologie, das sich gern als Labor für die mediale Zukunft inszeniert. Das heißt: Auch das Hörspiel hat Zukunft!

Wie sehr, das werden die zehn für den Wettbewerb um den Deutschen Hörspielpreis nominierten Produktionen zeigen, die in Karlsruhe öffentlich vorgeführt und danach von einer fünfköpfigen Jury unter dem Vorsitz des Dramaturgen und Präsidenten der Akademie der Darstellenden Künste Hermann Beil diskutiert werden. Auf den ersten Blick lässt sich dabei ein Schwerpunkt bei politischen Themen feststellen: "King of Kings" von Oliver Sturm beschäftigt sich mit dem libyschen Herrscher Gaddafi. "The King is Gone" von Andreas Ammer rekonstruiert die Räterevolution 1918 in München. "Orpheus in der Oberwelt" von andcompany&Co. setzt sich mit der Figur des Schleppers in den aktuellen Flüchtlingsdramen auseinander. "Die lächerliche Finsternis" von Wolfram Lotz begibt sich in die "Regenwälder Afghanistans". Die "Geschichten aus der großdeutschen Metropulle" von Ingrid Marschang tauchen ab in die Welt der Niedriglöhner. "Und jetzt: Die Welt!" von Sibylle Berg bringt vier Frauen Anfang Zwanzig zusammen. "Jonas Jagow" von Michel Decar lässt einen wütenden jungen Mann durch Berlin taumeln. In "Das Projekt bin ich!" von Ulrike Müller erzählen vier Schauspieler vom Überleben in einer hochflexiblen Gesellschaft.

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Bevor die Jury am Ende den Sieger kürt, kann auch der gemeine Hörer abstimmen: Alle nominierten Stücke stehen bis zum 14. November auf der Plattform radio.ARD.de zum Hören und Bestimmen des mit 2500 Euro dotierten Publikumspreises bereit.

Autor: bs