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19. April 2015 18:24 Uhr

Kommunales Kino ist sehr beliebt

Das erste Jahr nach der Gründung lief deutlich besser als erwartet

"Wahnsinn, welchen Zuspruch wir hatten", freute sich Felix Häring, Vorsitzender des Kommunalen Kinos Breisach. Bei der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins erinnerte er im Kinosaal an die Rettung der Engel-Lichtspiele.

  1. Christian Larch bedient den neuen Projektor und den riesigen Server (schwarzer Kasten hinter ihm) im Kommunalen Kino in Breisach. Foto: Elisabeth Saller

Mit 14 Gründungsmitgliedern begann der Betrieb, aktuell hat der Verein bereits 420 Mitglieder. Über den Erfolg des Vereins freute sich auch Bürgermeister Oliver Rein.

Es sei ein Schock gewesen, als Helga und Fredo Mattheis im Januar 2014 bekannt gaben, ihr Kino nicht mehr weiterführen zu können, so Häring. Drei Monate später fanden sich 14 Gründungsmitglieder für einen Verein, der das Kino weiterhin betreiben wollte. Nach einem Monat seien es bereits 100 Mitglieder gewesen. Der Breisacher Kinotag im April sei "zwar etwas improvisiert, aber erfolgreich" gewesen, so der Vorsitzende. Danach wurden der Geschäftsbetrieb aufgenommen und die vier Beiräte Programm, Kasse, Technik sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit gegründet. Im September fand die offizielle Wiedereröffnung statt. Häring bedankte sich bei den engagierten Mitgliedern sowie bei der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat für ihre finanzielle Unterstützung.

Filme in der Originalsprache

Klaus Flesch vom Technikbeirat erklärte den Mitgliedern die Vorzüge der neuen, digitalen Anlage. Über einen typischen Abend an der Kasse berichtete Gabi Buchmüller vom Kassenbeirat. Mathias Böhme legte den Kassenbericht vor, der von Klaus Flesch und Hanspeter Brunner kontrolliert worden war. Remus von Lucadou sprach über Werbung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Gerd Ploch über die Aufgaben des Programmbeirats. Das Vorstandsteam würde sich freuen, wenn sich noch mehr Mitglieder aktiv in den Beiräten einbringen, sagten Häring und von Lucadou. Der Verein möchte weiterhin an der Schulkinowoche teilnehmen und einmal im Monat einen fremdsprachigen Film in der Originalsprache zeigen, so Ploch. Dafür soll auch Werbung im Elsass gemacht werden.

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Von Lucadou wies auf die geplante Gründung eines Kinderkinoclubs hin. Dabei sollen sich Kinder von 8 bis 14 Jahren aktiv am Kino beteiligen, ihr eigenes Programm gestalten und Filme bei der Vorführung ankündigen dürfen. Der Verein möchte versuchen, "auch jüngere Leute im Kino zu integrieren", sagte von Lucadou. Das erste Treffen des Kinderkinoclubs findet am Montag, 11. Mai, um 17 Uhr im Kino statt. Ende 2014 hatte der Verein 393 Mitglieder (aktuell 420). Im vergangenen Jahr hat laut Ploch der französische Kinofilm "Monsieur Claude und seine Töchter" bei elf Vorführungen die meisten Zuschauer angelockt. Zwischen der Aufnahme des Kinobetriebs und der offiziellen Eröffnung im September waren 1000 Gäste im Kino, nach der Eröffnung kamen 4200 Zuschauer bis zum Jahresende.

57 Zuschauer je Veranstaltung

2014 gab es 72 Veranstaltungen, davon waren gut zwei Drittel Abendvorführungen, ein Drittel Kinderfilme. Der Verein organisierte 16 Sonderveranstaltungen. Es liefen 34 verschiedene Filme, davon sechs 3-D-Filme. Im Durchschnitt saßen 57 Personen in einer Vorführung. Bürgermeister Oliver Rein, der als Vertreter der Stadt dem Vorstand angehört, bezeichnete den Verein als "höchst sympathisch." "Sie dürfen sich auf die Schulter klopfen", sagte er zum Vorstandsteam, dem in kürzester Zeit die Rettung des Breisacher Kinos geglückt sei. Reiner Hoff vom Landesverband Kommunaler Kinos hat die Engel-Lichtspiele im vergangenen Jahr begleitet und überbrachte nun die Grüße des Bundesverbandes. Auch Michael Fuß von der Interessensgemeinschaft Breisacher Vereine überbrachte Grüße. Nach der Mitgliederversammlung wurden die "Blues Brothers" als Überraschungsfilm gezeigt. Bei den Wahlen wurden Clara Heckmann und Erika Jacobsen einstimmig zu Kassenprüferinnen bestimmt.

Kontakt: Vorsitzender Felix Häring, E-Mail: info@koki-breisach.de; http://www.koki-breisach.de

Autor: eli