Akkordeonspiel als neues Schulfach

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. November 2013

Denzlingen

Musikprojekt in Denzlingen.

DENZLINGEN (fk). Neue Wege geht der Akkordeonverein in Denzlingen. Gingen früher die Kinder in den Verein zum Proben, kommt der Akkordeon-Ausbilder Ronny Fugmann nun von Februar an in die Grundschule und bietet ein sechsmonatiges Gruppenprojekt für Erstklässler an. Unterstützt wird der Verein dabei vom Förderprogramm "KuMaSta" (Kultur macht stark) des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie von der Grundschule und der Gemeinde Denzlingen.

"Die grundlegenden Bausteine für das Projekt wurden bereits im Frühjahr 2013 gelegt", so weiß der für Organisation zuständige Vorsitzende Achim Nübling. Vereinsintern wurden Ideen entwickelt, wie Kinder und Jugendliche auf das Akkordeonspielen in Denzlingen aufmerksam gemacht werden könnten, um dann die Begeisterung dafür zu wecken. Klar war auch für Jugendleiter Johannes Joseph, dass dies nur in Zusammenarbeit von Verein und Grundschule möglich ist, zumal die Musiker bereits in den vergangenen Jahren immer wieder in der Schule für die Akkordeonmusik geworben hatten.

Konzept: Akkordeonspiel individuell und in der Gruppe

Nun sollte es aber nicht mehr nur beim bloßen Werben und bei Schnupperstunden bleiben. Ronny Fugmann, Ausbilder für Akkordeon und Melodika im AVD und musikalischer Leiter des Projekts, entwickelte ein neues Konzept, um das Spielen des Akkordeons sowohl individuell als auch in der Gruppe erfahrbar zu machen: das Akkordeon als Gruppeninstrument für Erstklässler.

Das Projekt wird nun von Anfang Februar bis Mitte Juli 2014 umgesetzt und ist in 17 Einheiten à 45 Minuten geplant. Jeweils donnerstags oder freitags wird in der letzten Schulstunde von 12.15 bis 13 Uhr in zwei Gruppen von jeweils bis zu acht Kindern in der Brückleackerschule und im Schulhaus Otto-Raupp an der Hauptstraße Akkordeonmusik zu hören sein.

"Das Projekt sieht vor, die Kinder in jeder Stunde an ein Übungsstück und ein Vortragsstück heranzuführen. Mit dem Übungsstück werden neue Techniken und Töne eingeführt, das Vortragsstück ist Teil eines Gesamtvortrags für eine Abschlussveranstaltung", so Fugmanns Idee. So lernen die Kinder die Grundlagen des Akkordeonspiels und sollen am Ende einfache Stücke wie etwa Kinderlieder spielen können. Beide Hände werden trainiert und auch Schlagwerkinstrumente sollen integriert werden, um das rhythmische Verständnis zu stärken. Am Schluss wird eine bereits erwähnte Abschlussaufführung – voraussichtlich im Rahmen des Sommerfestes der Grundschule – stattfinden, an der alle Kinder ihr Gelerntes in einem großen Projektstück zusammen vortragen werden. Ganz Mutige können ihr Können natürlich auch in ein paar wenigen Einzelbeiträgen unter Beweis stellen.

Das Besondere an diesem Projekt: Es ist komplett kostenlos. Das bis 2017 bewilligte Programm sieht vor, Kindern Zugang zu kultureller Bildung zu ermöglichen, unabhängig von sozialen oder finanziellen Kriterien. Dies ist auch dem örtlichen Akkordeon-Verein ein wichtiges Anliegen .