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24. September 2013

Die zweite Hütte des Waldkindergartens ist bezogen

Zwischen den beiden Schutzhütten im Denzlinger Stadtpark wurde am Samstag zur Einweihung eine Linde gepflanzt.

  1. Zu Ehren des Gründers von „Aktion Lebensraum“, Ulrich Schäfer, wurde eine Linde beim Waldkindergarten gepflanzt. Foto: Helena Kiefer

DENZLINGEN. Der Natur-und Waldkindergarten darf sich über eine zweite Hütte freuen, in der bereits eine neue Kindergartengruppe eingezogen ist. Nach vier Monaten Bauzeit war die Holzhütte für den Einzug bereit gewesen, so dass der Trägerverein "Aktion Lebensraum" den Betrieb mit dem September aufgenommen hat. Am Samstag wurde der Raum offiziell eingeweiht. Zudem wurde eine Linde gepflanzt – für den verstorbenen Gründer des Trägervereins, Ulrich Schäfer.

"1,2,3, Matschebrei", singen die Kinder und machen Bewegungen zum Lied, "schnitzen oder auf der Wurzel sitzen", heißt es in dem Lied, das wohl passend das Treiben in einem Waldkindergarten schildert. Denn die beiden Gruppen des Kindergartens gehen jeden Tag in den Wald, ausgerüstet mit Anorak und Matschhose.

Auch eine Exkursion steht fest auf dem Wochenplan. Dabei sind die Ausflugsziele vielfältig: ob zur Bäckerei, nach Neuf-Brisach oder zu einem Geigenbauer. Viel Wert gelegt wird auch auf den Französischunterricht, in dem die Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren Lieder, Fingerspiele und einfache Vokabeln lernen.

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"Beim Bau der zweiten Hütte hat man sich an der ersten orientiert", so der Vorsitzende des Vereins, Achim Karduck. Der Neubau sei allerdings barrierefrei, was auch den Besuch älterer Menschen in der Hütte ermöglicht. Denkbar sei zum Beispiel ein Besuch der Senioren aus dem Seniorenzentrum am Park.

In der neuen Hütte stehen maßangefertigte Möbel von der Schreinerei Mick. "Das war nicht teurer als Möbel von der Stange", freut sich Anne-Kathrin Uehlin, Leiterin der beiden Kindergartengruppen. Insgesamt 70 000 Euro hat der Bau gekostet, wie Bürgermeister Markus Hollemann in seiner kurzen Ansprache preisgab. Mit Hilfe der Oberle-Stiftung – vermittelt von Willi Kieninger – und Elektro Fehrenbach installierte der Kindergarten eine Photovoltaikanlage auf dem Fach der zweiten Hütte. "Wir denken hier ganzheitlich und nachhaltig", so Anne-Kathrin Uehlin. Dazu gehöre auch, dass nicht nur der Strom auf nachhaltige Weise gewonnen wird, sondern dass die Gruppe sich zum Beispiel um den Müll kümmert, der im Wald liegt.

Zu Ehren des verstorbenen Gründers Ulrich Schäfer wurde symbolisch eine Linde gepflanzt. "Die Linde ist ein Kraftbaum", so Irene Schäfer, die beim Pflanzen mithalf. Ihr Mann war der Motor des Vereins, wie sein Nachfolger Achim Karduck unterstrich. Mit seinem Konzept habe der Trägerverein, der auch noch drei Waldspielgruppen für Kinder im Alter von zwei bis drei Jahren- unter anderem in Sexau – unterhält, eine starke Signalwirkung nach außen.Die Linde ist jetzt die Verbindung zwischen beiden Kindergartengruppen und dem verstorbenen Gründer des Vereins, der in seiner Freizeit sich als Imker und Ameisenexperte beschäftigte.

Ein Hüttenbier bekamen zum Abschluss alle beteiligten Vertreter der Denzlinger Firmen, die beim Bau mitgeholfen hatten.

Autor: Helena Kiefer