"Seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell"

Max Schuler

Von Max Schuler

Do, 28. September 2017

Denzlingen

Bericht aus dem Denzlinger Hort.

DENZLINGEN (max). Der Leiter des Hortes an der Grundschule, Hermann Eppler, stellte im Denzlinger Gemeinderat die Arbeit der Einrichtung vor. "Wir sind randvoll", sagte der Sozialpädagoge. 127 der 128 Plätze seien belegt. Es gebe allerdings auch keine Warteliste. "Aktuell können wir somit diejenigen, die einen Platz benötigen, auch versorgen", so Eppler.

Das Betreuungsangebot der Arbeiterwohlfahrt findet an allen Schultagen in der Zeit von 12 bis 17 Uhr statt. "Der Hort ist seit vielen Jahren ein Erfolgsmodell", sagte Bürgermeister Markus Hollemann. Das Angebot sei nicht festgefahren, sondern flexibel. Zudem stelle der Hort eine Alternative zur Ganztagsschule dar.

Kinder aus 23 Nationen sind im Hort

Derzeit befinden sich Kinder aus 23 Nationen im Denzlinger Hort. Der Jungen- und Mädchenanteil halte sich exakt die Waage. Eppler nannte auch ein paar Beobachtungen, die er und seine Mitarbeiter in der vergangenen Zeit gemacht hätten. So würde es aus ihrer Sicht eine Zunahme an Aufmerksamkeitsdefiziten und Verhaltensauffälligkeiten geben. Die Erzieher stellen zudem eine erhöhte Sorge der Eltern um deren Kinder fest. Zunehmen würden die Zahl der Kinder, die während ihres Aufenthalts im Hort mit Medikamenten versorgt werden müssten. Als beispielhafte Krankheitsbilder nannte Eppler Epilepsie oder Diabetes.

Der Sozialpädagoge gehe davon aus, dass der Bedarf an Hortplätzen auch in den kommenden Jahren gedeckt werden könne: "Denzlingen ist gut aufgestellt." Er machte deutlich, dass qualitativ immer Luft nach oben sei. Der Betreuungsschlüssel, also die Zahl der Betreuer pro Kind, sei allerdings besser, als an den Ganztagsschulen.