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14. Oktober 2010

Jeder Zehnte wünscht sich einen "Führer"

Studie zeigt wachsende Ausländerfeindlichkeit und Zustimmung zu rechtsradikalen Parolen.

BERLIN (dpa). Jeder dritte Deutsche hält sein Land für "überfremdet", jeder zehnte wünscht sich, dass Deutschland von einem "Führer" mit harter Hand regiert wird: Die Zustimmung zu rechtsextremen Parolen ist nach einer Studie deutlich gestiegen.

Die am Mittwoch in Berlin vorgestellte Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung sieht darin eine Folge der Wirtschaftskrise. Die Wissenschaftler hatten mehr als 2400 repräsentativ ausgewählte Personen im Alter von 14 bis 90 Jahren befragt. Dabei unterstützten mehr als 30 Prozent die These, dass es in Deutschland zu viele Ausländer gebe, die man bei Arbeitsplatz-Knappheit wieder "in ihre Heimat schicken" sollte. 58,4 Prozent wollen sogar, dass die Religionsausübung von Muslimen in Deutschland eingeschränkt wird. Beides ist nach Gesetz und Grundgesetz nicht zulässig.

Die Zunahme an rechtsextremen Einstellungen begründen die Forscher mit der Furcht der Mittelschicht vor dem Abrutschen in die Armut. Chauvinismus und Ausländerfeindlichkeit seien "Mechanismen der Selbstaufwertung und Fremdabwertung".

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Jeder Vierte plädiert für eine starke Partei, die die "Volksgemeinschaft" verkörpert – auch dies ein typisch rechtsextremer Begriff.

Autor: dpa