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27. Januar 2016

Nichtwähler ticken ähnlich wie Wähler

Studie: Die Parteipräferenzen beider Gruppen ähneln sich / Kein Trend zu politischen Extremen.

BERLIN (AFP). Auch gut die Hälfte der Nichtwähler kann sich einer aktuellen Studie zufolge durchaus mit einer politischen Partei identifizieren. Nach einer Umfrage des Instituts Infratest Dimap für die Bertelsmann Stiftung trifft dies auf 51 Prozent der Nichtwähler zu, wie die Zeitung Die Welt berichtete. Ein Trend zu politischen Extremen lässt sich demnach in dieser Gruppe nicht beobachten.

Von den Nichtwählern, die mit einer politischen Partei sympathisieren, neigen der Umfrage zufolge 35 Prozent der CDU/CSU zu, 33 Prozent der SPD. Die Unionsparteien schneiden damit schlechter und die SPD besser ab als bei den tatsächlichen Wählern. Insgesamt ist die Einordnung von Wählern und Nichtwählern im politischen Links-Rechts-Spektrum aber ähnlich. Zehn Prozent äußerten demnach eine Sympathie für die Linke, sieben Prozent für die Grünen und sechs Prozent für die AfD, außerdem jeweils drei Prozent für die NPD und die Piratenpartei. "Das Image der Nichtwähler als politisch extreme Protest-Nichtwähler ist falsch", sagte dazu der Direktor des Programms "Zukunft der Demokratie" der Bertelsmann Stiftung, Robert Vehrkamp. "Parteipräferenzen und Wählerpotenziale sind bei den Wählern und Nichtwählern sehr ähnlich verteilt."

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Die Daten wurden laut Welt im Sommer 2015 erhoben. Befragt wurden jeweils 1000 Teilnehmer und Nichtteilnehmer der Bundestagswahl 2013.

Autor: afp