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16. März 2010
Jäger und Sammler unterwegs
Der Flohmarkt des Sängerbundes bietet auch jenen viel, die ganz gezielt auf Märkten ihrer Sammelleidenschaft frönen.
EFRINGEN-KIRCHEN. Volles Haus schon frühmorgens beim Sängerbundflohmarkt in der Efringen-Kirchener Mehrzweckhalle. Zwischen den fröhlich stöbernden Menschen konnte man dabei am Samstag sowohl den für alles offenen Schnäppchensucher, als auch den gezielten Sammler sehen, der ganz genau hinschaute, was auf den Tischen geboten wurde.
Viele Flohmarktbesucher gibt es, die für ein ganz bestimmtes Hobby etwas sammeln. Die Händler wissen das und stellen sich darauf ein. Zu den Anbietern für Sammler gehörte zum Beispiel der 12-jährige Alex aus Bad Bellingen-Rheinweiler. Er hat säuberlich Klebe- und Sammelbilder der Fußballbundesliga in Klarsichthüllen geordnet. "Bei den Buben hier in der Halle sind sicherlich welche, denen bestimmte Spieler, Mannschaften oder Stadien fehlen, die können sie bei mir kaufen", sagte er. Nur die Bilder vom SC Freiburg gibt er als echter Fan nicht ab – auch wenn sie doppelt vorhanden sind.Detlef Wallasch aus Weil am Rhein hat vor seinem Stand Uhrenfans stehen. Gerade hat Axel Fiedrich, ebenfalls aus Weil, bei ihm eine Uhr erstanden. "Ich bin schon ziemlich angefressen – Wallasch hat tolle Uhren für einen guten Preis", findet Fiedrich. Wallasch hat als Mechaniker einmal industrielle Großanlagen aufgebaut. Über eine Wanduhr, die ihm bei der Reparatur in alle Einzelteile zerfiel, kam er dazu, Uhren zu reparieren. "Schon erstaunlich, was die Leute wegwerfen – manchmal richtig tolle Markenarmband-uhren von Festina oder Kienzle. Die bekomme ich alle wieder hin und verkaufe sie dann hier beim Sängerbundflohmarkt", sagt Wallasch.
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Eugen Hänggi aus der Schweiz sammelt Steifftiere – "und noch viele andere Sachen", wie er sagt. "Ich schaue bei Steiff nach dem berühmten Knopf im Ohr und nach dem Zustand". Gerade hält er ein kleines Reh der deutschen Markenfirma in den Händen. Obwohl im Internet viele Steifftiere angeboten werden, hat er dort noch nie etwas bestellt. "Ich gehe lieber auf Märkte, so wie hier, verhandle mit den Anbietern und kann vor Ort die Ware in die Hand nehmen", meint Hänggi. An einem anderen Stand sind säuberlich in einer Blechschachtel viele alte Zündholzschachteln geordnet. Siegrid Hupfer aus Eimeldingen hat die Zündholzschachtelsammlung ihres Vaters mitgebracht und ist noch unsicher, wie viel Geld sie dafür nehmen kann. Alle Motive sind aus den Jahren vor 1990. Manche aus den 50-er und 60-er Jahren. So hat sie schon Schachteln mit einer Häuser- und Städteserie aus der Schweiz verkauft. Manche der Schachtelmotive sind mittlerweile auf Postern zu finden – die sind allerdings teurer als die kleinen Schachteln.
Autor: Jutta Schütz


