Kröten auf die Sprünge helfen

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Fr, 21. Dezember 2018

Efringen-Kirchen

Die Gemeinde Eimeldingen will den Nabu beim Anlegen und Sanieren kleiner Biotope für die selten gewordenen Amphibien unterstützen.

EIMELDINGEN. Einen kleinen Ausflug zu den Wundern der Natur bescherten Stefan Kaiser und Franz Preiß vom Naturschutzbund in Lörrach mit ihrem Vortrag dem Gemeinderat Eimeldingen in dessen jüngster Sitzung. Sie entführten zu den Krötenbiotopen, die erhalten, vernetzt und – wo nötig – wiederhergestellt werden sollen. Bürgermeister Oliver Friebolin sagte den beiden die Unterstützung der Gemeinde zu. Der Gemeinderat wird noch darüber entscheiden, wie diese aussehen kann.

Die beiden Nabu-Vertreter Stefan Kaiser und Franz Preiß stellten dem Gemeinderat zwei Projekte vor. Das eine, beim Rebhäuschen in den Eimeldinger Reben, käme der Geburtshelferkröte zugute. Das andere, das Herrichten von Fortpflanzungsgewässern, würde der Kreuzkröte helfen. Die Kröten, einst flächendeckend zu finden, sind selten geworden, weil ihr Lebensraum verloren ging. Im Bereich von Binzen, Fischingen, Efringen-Kirchen und Eimeldingen haben sich Bestände wieder etabliert. Für die Geburtshelferkröte, bei dem das Männchen die Eier herumträgt und die Kaulquappen zu einem Laichgewässer bringt, soll neben dem Rebhaus ein zwei Meter langer Betontrog in die Erde eingelassen werden, als Ergänzung zu anderen, bereits angelegten Laichplätzen. Die Finanzierung würde der Nabu übernehmen, die Gemeinde könnte indes nötige Grabarbeiten bezuschussen, hieß es.

Für die Kreuzkröte gibt es bereits zehn kleine Feuchtbiotope in der Gegend, einige davon müssen aber saniert werden.Weil sie so nah an einem Weg angelegt wurden, nahmen sie Schaden, die Folien gingen kaputt. Vorbeigehende Kinder warfen Steine vom Randriegel ins Wasser, Hunde badeten darin und einmal wurde ein Radfahrer beobachtet, der sein Rad dort wusch. Weshalb die Tümpel nun mit einem Zaun umgeben werden sollen. Drei Teiche sind es auf Eimeldinger Gemarkung, die gerichtet werden sollen, zwei davon vorrangig, rund 2500 Euro schätzte man an Kosten pro Teich.

Gemeinderätin Birgit Pohl regte noch eine Veranstaltung für Bürger, eine Art Aktionstag, an: "Wenn man selbst irgendwo mitgearbeitet hat, weiß man auch, was man schützt, das Bewusstsein ist geweckt." Die beiden Nabu-Vertreter fanden die Idee gut.