Ehrenkirchener teilen sich Elektroauto

Nikola Vogt

Von Nikola Vogt

Mo, 30. Oktober 2017

Ehrenkirchen

Rathausmitarbeiter und Privatleute können das Fahrzeug nutzen / Neue Schnellladesäule.

EHRENKIRCHEN. Die Gemeinde Ehrenkirchen hat seit Neuestem ein Elektroauto, das sowohl die Rathausmitarbeiter als auch alle Ehrenkirchener Bürger nutzen können. Das Auto samt Schnellladesäule mit zwei Anschlüssen steht bei der Gemeindeverwaltung. Außerhalb der Arbeitszeiten im Rathaus steht es allen Bürgern zur Verfügung. Anbieter ist die my-e-car GmbH – ein Gemeinschaftsunternehmen, das sich aus dem Energieversorger Energiedienst und dem Carsharing-Anbieter Stadtmobil zusammensetzt.

Carsharing ist in Ehrenkirchen keine Neuheit: Schon seit 20 Jahren gibt es das Angebot des Autoteilens in der Gemeinde. Zwei Wagen standen den zehn bis 12 regelmäßigen Nutzern bislang zur Ausleihe durch die Stadtmobil AG zur Verfügung. Was es bisher allerdings nicht gab: ein Elektrofahrzeug. Das wollten Christiane Kübek, Benedikt Schalk und Edmund Eisele, die das Carsharing in Ehrenkirchen initiiert hatten, jetzt ändern. Sie stellten der Gemeinde deshalb my-e-car vor – und der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben zu. "Wir verstehen das als Starterhilfe", erklärt Bürgermeister Thomas Breig. Zwischen 7000 und 7500 Euro zahle die Gemeinde für das Auto samt Ladeinfrastruktur für ein Jahr. Danach müsse man schauen, wie es weitergeht.

Batterie reicht für etwa 300 Kilometer

In Ehrenkirchen steht das Elektroauto in erster Linie den Mitarbeitern des Rathauses zur Verfügung. Für diese ist es montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr sowie freitags von 8 bis 12 Uhr geblockt. Zu allen anderen Zeiten und an Wochenenden können Privatleute das Auto nutzen. Hierfür müssen sie sich auf der Website des Unternehmens registrieren. Anschließend können sie das Auto per App oder telefonisch buchen. Nach einmaliger Führerscheinkontrolle in der Registrierungsstelle im Bürgerbüro des Rathauses erhalten Neukunden eine Kundenkarte, mit der sie Zugang zum Auto haben. Der Autoschlüssel und Chip zum Tanken an den Ladesäulen liegen im Fahrzeug.

Gezahlt wird das Elektroauto – ein Renault Zoe 400 – nach Stunden. Die erste Stunde kostet fünf Euro, danach zahlt der Nutzer pro angefangene 15 Minuten einen Euro. Rund zwei Stunden dauert es, die Batterie des Renaults aufzuladen. Sie reicht dann für eine Strecke von etwa 300 Kilometern. Kunden von my-e-car können auch die Autos der Stadtmobil AG nutzen und umgekehrt.

Bürgermeister Breig versteht das Angebot auch als einen Beitrag zum Klimaschutzkonzept, das die Gemeinde erarbeitet hat. An der neuen Schnellladesäule zapfen Kunden Ökostrom ab, den das Wasserkraftwerk Wyhlen erzeugt. My-e-car bezeichnet sich selbst als "E-Carsharing-Pionier auf dem Land".

Weitere Infos gibt es im Netz unter http://www.my-e-car.de und unter http://www.stadtmobil-suedbaden.de