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21. März 2017

"Eine Schule für alle"

Die Gemeinschaftsschule in Ehrenkirchen stellt sich und ihr Konzept bei einem Tag der offenen Tür vor.

  1. Die Schüler der Vorbereitungsklasse schreiben mit deutschen Schülern ihre Namen auf Persisch und Arabisch – eine von vielen Aktionen während des Tags der offenen Tür an der Jengerschule in Ehrenkirchen. Foto: Lara Walter

EHRENKIRCHEN. Ein volles Schulhaus auch an einem sonst schulfreien Samstag? Anlässlich des Tags der offenen Tür in der Jengerschule in Ehrenkirchen tummelt sich Groß und Klein in dem Gebäudekomplex der Gemeinschaftsschule. Mitmachaktionen, Informationsstände und persönliche Gespräche mit Lehrkräften laden ein zu einem informativen Austausch – und überzeugen sowohl Schüler als auch Eltern.

Viel zu entdecken gibt es für die jetzigen Viertklässler und ihre Eltern. Statt mit theoretischen Vorträgen und Powerpoint-Präsentationen zeigt sich die Jengerschule als Schule zum Anfassen. Auch Rektor Gerd Günther ist gefragt: hier einen Raum aufschließen, dort einige Fragen von Eltern beantworten und nebenbei den organisatorischen Blick behalten. "So ein Tag ist sehr wichtig für uns", erklärt Günther. "Er dient zum Austausch und Kontaktaufbau zwischen Schule und interessierten Schülerinnen und Schülern und deren Familien." Viele möchten den Anmeldebogen fürs neue Schuljahr sogar gleich für Ort ausfüllen, "dafür haben wir aber auch noch zusätzliche Anmeldetermine", so Günther. Neben Backen, Hiphop, Theater und einem Bewegungsparcours in der Sporthalle ist auch die Vorbereitungsklasse der Jengerschule dabei. Ausländische Schülerinnen und Schüler ohne oder mit nur wenig Deutschkenntnissen werden für ihre Zielklassen vorbereitet. Auch einen Basar International gibt es, "hier werden die Namen auf Persisch oder Arabisch geschrieben und Spezialitäten aus verschiedenen Ländern probiert", erklärt Lehrerin Rafaela Olwitz.

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Teilweise Anfragen aus Freiburg

Sowohl die Viertklässler als auch ihre Eltern sind von den Angeboten und Räumen begeistert: "Die Schüler werden hier toll gefördert", freut sich eine Mutter.

Als "Starke Schule 2015" zeichnet sich die Jengerschule auch besonders durch das so genannte Boris-Berufswahlsiegel Baden-Württembergs aus. Boris, auch Berufsorientierung an Schulen genannt, ist an der Gemeinschaftsschule fest integriert, neun Bildungspartnerschaften und 40 Kooperationsbetriebe gehören dazu, unter anderem auch die Polizei und der SC Freiburg. Aufgrund der Zweizügigkeit werden jedes Schuljahr 56 neue Fünftklässler an der Schule angenommen.

"Teilweise kommen auch Anfragen aus Freiburg, da verweisen wir dann auf näherliegende Gemeinschaftsschulen", sagt Günther. Das besondere Lernkonzept mache die Jengerschule beliebt, da hier alle Bildungsniveaus individuell gefördert werden könnten. Günther zufolge werde man so der Unterschiedlichkeit der Schüler gerecht, da auch das Kollegium aus Lehrkräften verschiedener Schularten bestehe. Die Digitalisierung von Lernmaterial, Lernmotivation, individuelle Austauschgespräche zwischen Schülern und Lehrern sowie die Transparenz zum Elternhaus seien ein wichtiger Bestandteil der Gemeinschaftsschule.

"Wir sind eine Schule für alle", betont Günther. Es sei nicht relevant, ob Kinder förderbedürftig seien oder mit einer Gymnasialempfehlung kämen. Das individuelle Lernkonzept werde den verschiedenen Kompetenzen der Schüler gerecht. Und ein Vater einer interessierten Viertklässlerin findet: "Man fühlt sich hier gleich willkommen."

Autor: Lara Walter