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08. Februar 2012

"Der Kaiserstuhl ist reif für Kunst"

Die Startausstellung zur Initiative "Kunst.Natur.Kaiserstuhl" in Eichstetten und der Förderverein finden großes Interesse.

  1. Inmitten der im Eichstetter Glaspavillon aufgestellten Entwürfen für Skulpturen in der Kaiserstuhllandschaft entführte das Duo „Immoment“ mit eigenen Kompositionen in eine zauberhafte Klangwelt. Foto: christa rinklin

EICHSTETTEN. Jetzt kommt der "Stein" so richtig ins Rollen: Am Samstag wurde im Glaspavillon der Förderverein "Kunst.Natur.Kaiserstuhl" von 22 Mitgliedern gegründet. Einen Tag darauf konnte der junge Verein bereits um die 40 Mitglieder verzeichnen. Ziel ist, mit Helmut Schöpflin und Joachim Bihl an der Spitze das Projekt "Kunstpfad Kaiserstuhl" voranzutreiben, so dass im Frühjahr, pünktlich zur Wandersaison, die ersten Kunstobjekte die Landschaft des Kaiserstuhls zieren.

Neben dem Vorsitzenden Helmut Schöpflin und seinem Stellvertreter Joachim Bihl werden nun Rosita Blankenstein (Kassenwartin), Lisa Krause (Schriftführerin) sowie Ute Bitsch, Brigitte Fuhr, Ernst Kopp, Karin Kopp und Antonia Mamier-Lampert als Beisitzer ihre Arbeit aufnehmen. Als Kassenprüfer stehen Siegfried Bär und Manfred Breisacher zur Verfügung.

Bei der anschließenden Eröffnung der Ausstellung mit Modellen für einen Kunstpfad und weitere Objekte der beteiligten Künstler, dankte Bürgermeister Michael Bruder allen voran dem "Vater des Gedankens", dem Steinmetz und Bildhauer Joachim Bihl. Nachdem das Projekt ursprünglich nur für Eichstetten gedacht war, habe es sich, wie in einem Schneeballsystem, auf immer mehr Kommunen ausgedehnt, berichtete Bruder mit Freude. Er betrachte den Kunstpfad als weiteren Baustein, "um sich als Region zu sehen und zu verstehen". Für den Kunstpfad, der kein Pfad im eigentlichen Sinne werden soll, bediene man sich des bereits bestehenden Wegenetzes.

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Helmut Schöpflin – nach eigenen Worten ein "Kunstkonsument" statt ein Kunstschaffender – dankte den Künstlerinnen und Künstlern, die mit ihrer Arbeit bereits in Vorleistung getreten seien. Er zeigte sich sehr angetan davon, dass sich aus allen Gemeinden des Kaiserstuhls Gründungsmitglieder zusammengefunden hätten. Hoch motiviert will er jetzt ans Werk gehen, Kontakt mit Behörden aufnehmen und versuchen, möglichst viele Sponsoren, Förderer, Objekt-Paten und Mäzene für das 20 Objekte umfassende Kunstprojekt zu gewinnen.

"Die Zeit ist jetzt reif für Kunstwerke auf dem Kaiserstuhl", betonte Joachim Bihl, aus dessen Sicht sich Kunst und Handwerk optimal ergänzen. Seine Ausdauer habe sich gelohnt, und mit der Gründung des Vereins gehe man einen eindeutigen Schritt nach vorn. Auch Breisachs Bürgermeister Oliver Rein lobte das Kunstprojekt, das einmalig im Landkreis sei. Er spann den Faden weiter und sehe den Kunstpfad in der Zukunft auch als grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Sinne des europäischen Gedankens.

Auf kreative Vielfalt darf man sich am Kaiserstuhl jedenfalls freuen. Neben Bildender Kunst aus Materialien wie Stein, Holz oder sogar Filz werden das Duo "Immoment" (Sanne Liedtke, Harfe und Gesang; Bettina Schönemann-Lehre, Bratsche) mit sinnlich-mystischer Musik sowie Christine Kallfaß und Cordula Sauter (lyrische Performance, Piano und Akkordeon) das Kunstprojekt begleiten.

Die Homepage http://www.kunst.natur.kaiserstuhl.de des Kaiserstühler Kunstpfad-Projekts wird in einem gemeinsamen Schulprojekt der Adolf-Gänshirt-Schule Eichstetten und der Silberbergschule Bahlingen betreut.

Autor: Christa Rinklin