Olympiade rund um Gemüse

Horst David

Von Horst David

Mi, 05. September 2018

Eichstetten

Kinder sind bei Eichstetter Ferienaktion im Samengarten voll dabei.

EICHSTETTEN (hod). Zu einer Gemüseolympiade hatten Judith Trefzger und Monika Sprich Kinder in den Eichstetter Samengarten ins Oberdorf eingeladen. Zwei Helferinnen und ein Praktikant unterstützten diese Aktion des Eichstetter Ferienprogramms.

Zunächst versuchten die Kinder, die Zahl der im Samengarten angebauten Chilisorten festzustellen. Auch testeten sie die rote Farbkraft der Wurzel der Färbepflanze "Färberkrapp". Sie bestimmten den Geschmack des Malabarspinats oder stellten mit Hilfe ihres Laufzettels fest, welche Pflanzen auf einem bestimmten Acker nicht wachsen. Sie erfuhren, wie hoch Hirse wächst und dass man aus dem Samen des Fenchels Tee machen kann. Auch versuchten sie, die beiden Tomatensorten "Gourmet Filler" und "Vintage Wine" zu zeichnen und Samen aus einer Möhre heraus zu pulen. Auch probierten sie Gemüse mit verbundenen Augen und bestimmten Küchenkräuter am Geruch.

Begeistert machten sich die Kinder auch daran, walnussgroße Samenkugeln zu formen, jeweils aus fünf Esslöffel Erde, vier Esslöffel Tonpulver und zwei Teelöffel bunter Blühmischung. Die Samenkugeln, früher auch Samenbomben genannt, sind in den letzten zehn Jahren ins Leben gerufen worden, um unzugängliche, unwegsame Brachflächen zu besamen. Hier keimen, wachsen und blühen Früchte. Samenkugeln können aber auch auf Dächer geworfen werden oder überall dahin, wo man nicht so gut hin kann, erklärten Trefzger und Sprich.

Die verarbeitete Blütenmischung für die walnussgroßen Samenkugeln war größtenteils von essbaren Pflanzen. Dass Maiskörner sich wegen ihrer Größe nicht so gut eignen, merkten die Kinder schnell. Die Samenkugeln sollen nicht zu groß sein, sonst können sie nicht so leicht trocknen und beginnen zu schimmeln oder gar zu keimen. Jedes Kind nahm die selbst gefertigten runden Kugeln mit nach Hause, um sie offen trocknen zu lassen und bis zum Frühjahr aufzubewahren. Dann können sie in Töpfe mit Erde, in Beete, den Garten oder auf unwegsame Flächen geworfen werden, damit sie platzen. Wenn es dann regnet, können die Samen aus den Kugeln keimen und schön blühen.