Nach Love Letters kommt ein Filmtag

Victoria Langelott

Von Victoria Langelott

Di, 21. November 2017

Eimeldingen

Das kulturelle Programm Eimeldingens soll belebt werden.

EIMELDINGEN. Neben den Vereinen ist es in Eimeldingen vor allem die Gemeindebücherei Bücherwurm, die sich um kulturelle Veranstaltungen bemüht. Dennoch wäre da durchaus noch Luft nach oben. Bürgermeister Oliver Friebolin möchte das kulturelle Angebot für die Bevölkerung gern weiter ausbauen. Er hat schon einige Ideen und erste Früchte zeigen sich bereits. Ein Beispiel war die szenische Lesung "Love Letters" am Samstag im Haus der Begegnung.

Oliver Friebolin freut sich, dass zu der Veranstaltung am Samstag rund 40 Gäste kamen. Als er "Love Letters" vor einiger Zeit zusammen mit seiner Frau Petra sah, hätten sie sich gleich überlegt, erzählt er im Gespräch mit der BZ, ob das Zwei-Personen-Stück nicht nach Eimeldingen zu holen wäre. Mit der Volkshochschule Weil am Rhein als Partner war dies nun problemlos möglich, berichtet er und kann sich weitere Kooperationen mit der VHS gut vorstellen. "Wir haben ja schon bei einem Tanzkurs und beim Segwayfahren zusammen gearbeitet", erinnert Friebolin an andere Beispiele.

Für VHS-Leiter Tom Leischner ist die Zusammenarbeit auch eine gute Sache. Zur Aufführung von "Love Letters" am Samstag in Eimeldingen berichtet er, dass die Lebensgeschichten zweier Menschen – in Form von Briefen erzählt – beim Publikum gut angekommen sei. Die beiden Menschen, um die es ging, waren Andy und Melissa. Andy (gespielt von Klaus Koska) und Melissa (gespielt von Karin Drändle) lieben sich eigentlich schon seit der Grundschule, erfährt der Zuhörer aus den Briefen und, dass dies ihnen erst am Ende ihres Lebens bewusst wird. Sie schrieben sich im Laufe ihres Lebens Hunderte von Briefen, aus denen die Zuschauer viel von ihrem Leben erfahren. Dann gab es Jahre, in denen sie sich nur eine Weihnachtspostkarte schrieben. Immer wieder konnten Zuhörer beim Nachvollziehen der Geschehnisse dabei auch Bezüge zum eigenen Leben herstellen, schildert der VHS-Leiter.

Für Bürgermeister Friebolin war der Abend ein kulturelles Angebot, dem Weiteres folgen soll. Das nächste kulturelle Highlight ist schon aufgegleist: ein Filmtag, ein Schmankerl zum Jahresausklang. Am Freitag, 29. Dezember, wird zu dem Filmtag in die Reblandhalle eingeladen. Möglich wird dies mithilfe des "mobilen Kinos Esslingen". Das "mobile Kino" bringt vier Filme mit, die nacheinander gezeigt werden.

Vier Filme werden am 29. Dezember gezeigt

Das Programm startet – nach bisheriger Planung um 14 Uhr – mit "Hexe Lilli rettet Weihnachten", einem Film, der auf einer der erfolgreichsten Kinderbuch-Reihen Deutschland basiert. Um 16 Uhr schließt sich in der Halle "Fack ju Göthe 3" an. Um 18.15 Uhr wird "Django – ein Leben für die Musik" gezeigt, ein Film über den berühmten französischen Jazzmusiker Django Reinhardt (1910 bis 1953). Vierter und letzter Film des Tags ist um 20.30 Uhr "Mord im Orient-Express", die neue filmische Version des Romanklassikers von Agatha Christie.

Eimeldinger Cineasten wird der Filmtag an alte Zeiten erinnern, in denen der Filmclub das Publikum in die Eimeldinger Halle lockte. Als das Publikumsinteresse nachließ, die Halle sich nicht mehr so leicht füllen ließ, überlegten die Initiatoren Christiane Breuer und Horst Brenneisen damals neue Konzepte. Letztlich fehlte es dann aber auch an freiwilligen Helfern, die einen Fortbestand garantierten konnten, sodass der Filmclub vor 15 Jahren die Segel strich.