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26. Juli 2012

Eine CD als besonderer Clou

Die Frauengemeinschaft Segeten feiert am Sonntag ihr 40-jähriges Bestehen.

  1. Ihren vierzigsten Geburtstag feiert die Frauengemeinschaft Segeten mit (beinahe) 40 Frauen und einer schön gestalteten CD als Überraschung Foto: PRIVAT

GÖRWIHL. Ihren 40. Geburtstag feiert die Frauengemeinschaft Segeten am Sonntag, 29. Juli. Nach der Verjüngungskur mit sechs Neuzugängen in diesem Jahr umfasst die Gruppe beinahe 40 Frauen. Sie fühlen sich dem Wahlspruch verpflichtet, der vor vier Jahrzehnten im ersten Protokoll festgehalten wurde: "Einander näher zu kommen, einander zu verstehen, einander in Not beizustehen, einander und anderen Freude zu machen soll der Sinn unserer Gemeinschaft sein und bleiben."

Am 10. März 1972 wurde die Frauengemeinschaft Segeten gegründet. Damals gehörten ihr 24 Frauen an, von denen heute noch sechs dabei sind. Sie wurden bereits bei der Jahreshauptversammlung geehrt, die ehemaligen Gründungsmitglieder, die nicht mehr aktiv sind, kommen bei der Geburtstagsfeier an die Reihe. In den vergangenen 40 Jahren sind 15 Frauen, die der Frauengemeinschaft einmal angehört haben, gestorben. Für sie hat Claudia Huber eine Kerze gestaltet mit 15 Perlen.

Die Frauengemeinschaft ist Mitglied der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands, war jedoch nie ausschließlich kirchlich ausgerichtet und ist offen für Frauen jeder Konfession. Die Segeter Frauen sind kein eingetragener Verein, aber dennoch haben sie sich von Anfang an eine vereinsähnliche Struktur gegeben. Erste Vorsitzende war Adelheid Bär, die in diesem Jahr gestorben ist. Vor allem für ihre mit viel Humor verfassten Sketche zu den Fastnachtsveranstaltungen war sie berühmt. Zur 750-Jahr-Feier von Segeten im Jahr 1991 verfasste Adelheid Bär ein alemannisches Loblied auf ihr Dorf. Die heutige Vorsitzende Claudia Huber schrieb dazu eine Melodie. Seitdem singen die Frauen das Lied "Mi Segede" regelmäßig bei ihren Veranstaltungen.

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Segeter Frauen haben viele Anlässe, zusammen zu sein

Beim Fest zum 40-Jährigen wird das Lied als Markenzeichen der Frauengemeinschaft eine wichtige Rolle spielen. Entstanden ist eine CD, auf der die Frauen ihr Lied vortragen, und dazu ein liebevoll gestaltetes Booklet, das den Inhalt des Liedes mit sprechenden Fotos kommentiert. Wie das konkret aussieht, wird erst am Sonntag verraten. Bei der Umsetzung waren jedenfalls alle Frauen, Alt und Jung, voller Elan dabei.

Überhaupt betont Claudia Huber g das Miteinander mehrerer Generationen, das die Frauengemeinschaft Segeten charakterisiere: "Jedes Mitglied findet sich in der Gruppe wieder und kommt gern, wann immer es Zeit hat." Das gelte vom jüngsten Mitglied mit 32 Jahren bis zum ältesten mit über 80. Anlässe, zusammen zu sein, haben die Frauen reichlich. Mindestens einmal monatlich treffen sie sich. Früher hatten sie im alten Schulhaus ihren Stützpunkt, heute ist er im neu gestalteten Bürgerhaus, bei dessen Fertigstellung sie tatkräftig mitgewirkt haben. Jedes Jahr gibt es eine Wanderung, einen Ausflug und eine Theaterfahrt, dazu immer wieder Vorträge und Treffen mit anderen Frauengemeinschaften. Seit einigen Jahren gestalten die Segeter zusammen mit den Engelschwander und den Strittmatter Frauen den Weltgebetstag für die Gemeinde und zweimal jährlich treffen sich alle Frauengemeinschaften der Görwihler Ortsteile.

Der jährliche Seniorennachmittag wird schon seit 1973 von den Frauen in Segeten ausgerichtet. Auch den Rosenmontagsumzug mit anschließender Bewirtung haben die Frauen wiederbelebt. Im Wechsel mit der Feuerwehr kümmert sich die Frauengemeinschaft alle zwei Jahre um die Bewirtung beim Patrozinium. Dieses Jahr hat sie, quasi als Einstieg ins Geburtstagsjahr, den Neujahrsempfang im Bürgerhaus ausgerichtet.

Immer wieder unterstützt die Frauengemeinschaft auch soziale Projekte. So geht jedes Jahr eine Spende der Frauen aus Segeten an eine Schule in Haiti. Regina Matt, die Leiterin dieses Schulprojektes, ist aktives Mitglied der Frauengemeinschaft. Auch ein Teil des Erlöses aus dem Geburtstagsfest vom Sonntag soll diesem Projekt zugutekommen.

Autor: Karin Steinebrunner