Einige Bäume müssen weichen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 03. Januar 2018

Ettenheim

In den Wintermonaten stehen im Stadtgebiet Pflegearbeiten an.

ETTENHEIM (BZ). Im Herbst sind im Rahmen von regelmäßigen Kontrollen die Bäume im Stadtgebiet untersucht worden. Die Begehung fand gemeinsam mit einem öffentlich bestellten Sachverständigen statt. Mit den Kontrollgängen sollen Krankheiten frühzeitig erkannt und die Sicherheit im öffentlichen Raum gewährleistet werden.

Zu Beginn der Baumkontrolle werden die Bäume zuerst angeschaut. Dabei wird laut Stadtverwaltung auch "die Körpersprache der Bäume gedeutet". Werden bei der Kontrolle der Bäume im belaubten und unbelaubtem Zustand sogenannte Defektsysteme erkannt, dazu zählen etwa Wülste, Beulen, Risse, Rindenstauchungen oder Pilze, erfolgt eine eingehende Untersuchung durch Baumsachverständige nach einem festgelegten Prüfungsschema. Dabei wird insbesondere die Vitalität, das Baumumfeld, die Wurzelplatte, der Stamm, Totholzanteile und vieles mehr begutachtet. Anschließend werden die erforderlichen Schritte festgelegt.

Wenn das Fällen nicht verhindert werden kann, werden Ersatzpflanzungen vorgenommen. Auch in diesem Winter müssen verschiedene Bäume gefällt werden, heißt es aus dem Rathaus.

Bei der jüngsten Begehung wurden an mehreren Orten in der Stadt Beeinträchtigungen bei Bäumen festgestellt. Die betroffenen Bäume wurden oder werden entfernt. Unter anderem sind zwei Birken und eine Kastanie auf dem Friedhof in Ettenheim zum Teil abgestorben. Für die Birken wird im Zuge der Umgestaltung des Grabfelds eine Ersatzpflanzung vorgenommen. Auf dem Parkplatz in der Benfelder Straße ist ein Spitzahorn aufgrund von Windbruch beschädigt und muss ebenfalls entfernt werden. Weil der Bestand zu dicht ist, wird keine Ersatzpflanzung vorgenommen, schreibt die Stadtverwaltung. In der Sägereute werden auf der Ostseite des Gewerbekanals zwei Douglasien wegen mangelnder Standfestigkeit entfernt. Ebenso sind mehrere Pappeln hinter dem Fußball- und Tennisplatz in Ettenheim und eine Birke am Gewerbekanal auf Höhe des Sportplatzes altersbedingt abgängig und dadurch gefährlich. Entlang des Ettenbachs vom Zollhaus bis zur Bahn stehen fünf Pappeln schräg und haben Fäulnis im Stammfußbereich. Beim Schwimmbad sind ebenfalls zwei Ahornbäume von Fäule im Wurzelbereich betroffen. Am Graben beim Spielplatz Erlenwäldele steht eine Erle schräg und hängt über den Weg.

Als Ersatz werden Scharlachkastanien gepflanzt

Beim Filmersbachgraben werden zudem die Eigentümer angrenzender Grundstücke von einem Kirschbaum beeinträchtigt, der wild ausgetrieben ist und sich nun gefährlich neigt. Zwei Ahornbäume beim Spielplatz Weidenweg weisen starke Vitalitätsprobleme auf und müssen entfernt werden. Zwei Eschen sind auf dem Parkplatz Heuberg vom Eschensterben betroffen – eine Ersatzpflanzung erfolgte bereits in den Vorjahren. Im Zuge der Umgestaltung des Friedhofs in Ettenheim wurden hinter der Kirche eine Blutpflaume und zwei Rotdorn-Bäume entfernt. Als Ersatz werden zehn Scharlachkastanien gepflanzt.

In Ettenheimmünster sind auf dem Alten Friedhof drei Fichten zu groß gewachsen. Deshalb besteht die Gefahr von Windwurf. Sie sollen durch standortgerechte Bäume ersetzt werden. An der Kreisstraße in Ettenheimmünster ist ein Ahorn am Standfuß beschädigt und nicht mehr verkehrssicher und in Ettenheimweiler beim Spielplatz in der Nähe des Sportplatzes muss ein Ahorn wegen einer Faulstelle am Stamm entfernt werden. Er wird durch eine Erle ersetzt. Die Arbeiten werden über die Wintermonate von den Bauhofmitarbeitern vorgenommen, hat die Stadtverwaltung darüber hinaus mitgeteilt.