Charme und Chancen der Vielfalt

Dieter Erggelet

Von Dieter Erggelet

Fr, 02. Juni 2017

Emmendingen

Die Energiekarawane ist in der Unterstadt angekommen / Informationen über Einspar- und Fördermöglichkeiten.

EMMENDINGEN. Eine Fülle an Möglichkeiten zur Energieeinsparung entdeckte die Energiekarawane bei ihrem Rundgang durch die Emmendinger-Unterstadt. Die Energiekarawane ist ein Projekt der Stadt Emmendingen. Den Teilnehmern der "Karawane", darunter zahlreiche Anwohner, wurde während des Rundgangs innerhalb einer Stunde anschaulich erklärt, an was für Gebäuden Sanierungsbedarf besteht oder wo bereits saniert wurde.

Neben teilweise schnuckligen, historischen Fachwerk- oder Sandsteinhäusern mit romantischen Gärten stehen in unmittelbarer Nähe Gebäude aus den 1950er Jahren oder Neubauten mit zeitgemäßer Energietechnik.

Armin Bobsien, Klimaschutzmanager der Stadt Emmendingen, betonte, dass der Südwesten Deutschlands vom Klimawandel am stärksten betroffen sei. Bereits an den Schornsteinen älterer Gebäude ist zu erkennen, inwieweit die Hauseigentümer in die Energieeinsparung investiert haben. Beispielsweise Hermann Bührer, der schon viel für Sanierungsmaßnahmen an seiner Immobilie investiert hat. "Man lernt nicht aus und ich hole mir gerne weitere Anregungen", sagte er. Gerade dieser Stadtteil habe mit seiner extremen Unterschiedlichkeit an Gebäuden einen besonderen Charme; er freue sich, dass die Bürger mit Energiesparmaßnahmen in die Zukunft investieren, sagte Hansjörg Müller. Unterstützt wurde Armin Bobsien von Baufachleuten, die den interessierten Besuchern die baulichen Details ausführlich erklärten.

Nach dem Rundgang durch die Unterstadt stand eine Informationsveranstaltung in der Cinemaja auf dem Programm. Iris Hohmann und Ines Steinhauser vom Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft überbrachten die Grüße der Landesregierung Baden-Württemberg. Aus einem Förderprogramm von EU und Landesregierung in Höhe von 28 Millionen Euro erhält Emmendingen Fördermittel in Höhe von 400 000 Euro für das Projekt Energiehaus, das bis Januar 2019 dauert. Oscar Kreuz sowie Ulrich Leser stellten ihre sanierten Bauprojekte im Stadtteil vor. In seiner Bildpräsentation erläuterte Armin Bobsien die einzelnen Schritte des laufenden Projekts. (Die BZ berichtete). Zahlreiche Detailfragen, von der Finanzierung bis zur baulichen Umsetzung und die Begleitung der Sanierungsmaßnahmen durch die Stadt wurden an diesem Abend beantwortet.

Wer mehr wissen möchte: Tel. 07641/ 452 643 (Stadtverwaltung)

Weitere Informationen: http://www.energiehaus.info