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29. März 2017

Pfaffenhütle statt Futter-Mais

Baumpflanzaktion der Stadtwerke beim Waldkindergarten.

  1. Baumpflanzaktion der SWE in Zusammenarbeit mit der Stadt Emmendingen und dem Waldkindergarten Windenreute Foto: Georg Voß

EMMENDINGEN. Am Waldkindergarten in Windenreute auf einem ehemaligen Maisfeld, das sich im Eigentum der Stadt befindet, pflanzten mehr als 160 Baumpaten rund 200 neue Bäume und Sträucher. Anlass war die Baumpflanzaktion der Stadtwerke Emmendingen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Waldkindergarten. Die Stadtwerke riefen alle Kunden, die seit 2015 einen Ökostrom- oder Erdgasvertrag abgeschlossen hatten, dazu auf Baumpaten zu werden.

Kaum vor Ort, begannen schon die ersten gegen 10 Uhr die ersten Bäumchen einzupflanzen – also noch vor dem offiziellen Startschuss. Dazu konnten die eifrigen kleinen und großen Baumpflanzer ihre frisch gepflanzten Bäume mit Banderolen versehen, um das Wachstum mitverfolgen zu können. Darunter sind Feldahorn, Spitzahorn, Wildapfel, Wildbirne, Roter Hartriegel, Pfaffenhütle, Schwarzdorn, Elsbeere, Vogelbeere, Speierling, Esskastanie, Traubeneiche und Winterlinde.

Entsprechende Kletterhilfen für die Jungpflanzen waren schon gerichtet und Hinweisschilder lagen schon auf den Boden, wo welche Baumart hingepflanzt werden soll. Für Revierförster Stephan Schweiger ist es eine Win-Win-Aktion. Einerseits kommen neue Bäume hinzu, andererseits ist auch ein Platz direkt vor den umgebauten Bauwagen entstanden. "Es ist eine schöne Aktion für die Kinder des Waldkindergartens, sich in der Sonne bewegen zu können. Die Anordnung ist wie ein kleines Nest." Die Anpflanzung ist auch Teil einer Ausgleichsmaßnahme auf städtischem Gelände.

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Mit dabei war auch Jürgen Riese aus Freiamt. Er kam gleich mit eigenem Spaten. "Wir brauchen das wegen der Umwelt", sagt er und weist daraufhin, dass es von den Baumpflanzaktionen mehrere geben sollte. "Wir brauchen auch viel mehr Streuobstwiesen", ergänzt er und beklagt sich, dass fleckige Äpfel nicht in den Verkauf gelangen.

Es ist, wie SWE-Geschäftsführer Karl-Heinrich Jung bemerkt, "die erste Pflanzaktion auf der Gemarkung Emmendingen überhaupt." Jeder gepflanzte Baum geht so auf einen neuen Vertrag mit den SWE-Kunden zurück. Die Idee für die Baumpflanzaktion wurde zum zehnjährigen Jubiläum der Stadtwerke ins Leben gerufen. Die Erhaltung und Pflege der regionalen Wälder sei ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einer klima- und umweltschonenden Energieversorgung, so Jung. "Dieses Umweltbewusstsein leben wir und setzen es auch im Geschäft um."

OB: Umweltschutz als Aufgabenfeld der Stadt

Für Oberbürgermeister Stefan Schlatterer gehört der Umweltschutz sowohl für die Stadt als auch für die Stadtwerke schon vor dem Reaktorunfall in Fukushima von 2011 zum Aufgabenfeld – neben den Stadtbussen, "die sich sehen lassen können" werde auch eine naturnahe ökologische Waldwirtschaft gefördert, auch auf dem "wunderschönen Stückchen Erde am Waldkindergarten."

Tina Wild, Vorsitzende des Fördervereins Waldkindergarten Emmendingen freut sich über die zahlreichen Baumpaten, die mithalfen den Platz zu verschönern. "Sonst gab es hier im Winter nur Schatten und die Kinder mussten Sonnenstrahlen einfangen gehen." Neben einem Imbiss vom Förderverein gab es für die Baumpaten zudem noch die Möglichkeit, mit mit Stephan Schweiger den Wald zu erkunden und den Kindern beim Bauen von Kleingärten in einer großen Nussschale über die Schulter zu schauen.

Autor: Georg Voß