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15. Juli 2015

Kirchenchor Heilig Kreuz: „Es ist eine wunderbare Zusammenarbeit“

DREI FRAGEN AN Chorleiter Bernhard Schmidt, der mit dem Kirchenchor Heilig Kreuz ein neues Projekt auf die Beine gestellt hat.

ETTENHEIM-MÜNCHWEIER. Der Kirchenchor Heilig Kreuz Münchweier hat wieder einmal Großes vor: Gemeinsam mit dem Gundelfinger Kammerchor Cantemus, unterstützt von vier Opernprofis und begleitet von Flügel und Harmonium singt er in der Kirche St. Landelin in Ettenheimmünster die "Petite Messe solenelle", ein Spätwerk des bekannten italienischen Opernkomponisten Gioachino Rossini. "Eine Messe, bei der die Chorpartien besonders zur Geltung kommen," verriet Chorleiter Bernhard Schmidt im Interview mit BZ-Redakteur Klaus Fischer.

BZ: Das ist inzwischen schon das dritte gemeinsame Projekt der beiden Chöre. Offensichtlich passen der Chor vom Dorf und der Kammerchor gut zusammen.

Schmidt: Die Harmonie ist wirklich sehr gut, sowohl zwischenmenschlich als auch gesanglich. Ist schon erstaunlich, wie sich ein dörflich geprägter Chor wie Münchweier mit einem städtischen Chor, der sich eigens für das Projekt noch mit Sängerinnen und Sängern aus Freiburg verstärkt hat, so zu Einklang finden kann. Seit Anfang des Jahres arbeiten wir am Projekt, zuerst jeder Chor für sich, seit zwei Wochen proben wir gemeinsam. Als Chorleiter kann ich nur sagen: Es ist eine wunderbare Zusammenarbeit. Mehr als 100 Sängerinnen und Sänger werden die Messe singen, unterstützt von Gesa Mertens und Alvara Zambrano von der Deutschen Oper Berlin, Karsten Müller aus Leipzig und Lena Sutor-Wernich aus Freiburg. Am Freitag ist Generalprobe in Ettenheimmünster.

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BZ: Was ist denn das Besondere an dieser Messe?

Schmidt: Sie zählt zu den Spätwerken von Rossini. Er selbst nennt es eine seiner "Alterssünden". Die Chorpartien kommen darin besonders zur Geltung, weil die Messe ohne großes Orchester gesungen wird. Sie war gedacht für kleinere Räume, weshalb sie ursprünglich auch nur für zwei Flügel und ein Harmonium geschrieben wurde. Rossini hat vor seinem Tod noch eine Fassung für großes Orchester geschrieben, weil die Messe ein großer Erfolg war und er nicht wollte, dass die Fassung mit großem Orchester ein anderer schreibt. Wir werden auch eigens für die Aufführung in Ettenheimmünster einen Flügel und ein Harmonium in die Kirche transportieren. Der Kirchenchor Münchweier betreibt hier großen Aufwand. Tags darauf, am Sonntag, werden wir die Messe auch in der Festhalle in Gundelfingen singen. Dann um 18 Uhr.

BZ: Geht es danach wieder auf Konzertreise? Vor zwei Jahren waren sie ja in Paris und sangen in Notre Dame und im Vorjahr nach der Premiere hier in Düren.

Schmidt: Nein, die Planung ist in diesem Jahr anders. Wir erwarten im Herbst den Gegenbesuch des Chores aus Düren, mit dem wir in Paris gemeinsam in Notre Dame die Messe Solenelle von Louis Verne gesungen haben und mit dem wir seither freundschaftlich verbunden sind. Wir werden dann gemeinsam eine Messe im Straßburger Münster singen.

Petite Messe Solennelle von Gioachino Rossini, Samstag 18. Juili, 19 Uhr, Kirche St. Landelin Ettenheimmünster. Projektarbeit vom Katholischen Kirchenchor Münchweier und Kammerchor Cantemus Gundelfingen.

BERNHARD SCHMIDT

wurde 1982 in Saarbrücken geboren. Von 2001 bis 2008 studierte er an der Musikhochschule Freiburg. Danach schloss sich ein Aufbaustudium Chorleitung an. Seit 2011 ist er freiberuflicher Sänger und Dirigent, seit 2013 ist er Leiter der Chorleiterausbildung des Saarländischen Chorverbandes. Schmidt lebt in Freiburg und leitet unter anderem den Kammerchor Cantemus Gundelfingen und der Kirchenchor Heilig Kreuz in Münchweier.  

Autor: fi

Autor: fi