SCHULLEBEN

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 18. März 2017

Ettenheim

BILDUNGSZENTRUM

Ganztagesprogramm

In der Grundschule des August-Ruf-Bildungszentrums (BIZ) in Ettenheim hat der Start des Ganztagsbetriebs erst im vergangenen September nach der Fertigstellung des Neubaus beginnen können, in der Sekundarstufe – also in den Klassen 5 bis 10 der Werkreal- und Realschule – läuft der Ganztagsbetrieb laut dem Bericht der Schule dagegen bereits im vierten Jahr – mit großem Erfolg, denn die Nachfrage sei ungebrochen groß, so Schulleiterin Beate Ritter: "Inzwischen besuchen 48 Prozent aller Schülerinnen und Schüler unserer Sekundarstufe den Ganztag. Besonders in den Klassenstufen 5 bis 7 ist der Ganztag sehr stark gefragt. Mit über 70 Prozent aller Schülerinnen und Schüler ist die deutliche Mehrheit im Ganztag und auch in Klassenstufe 8 haben wir zwei Ganztagsklassen."

Das August-Ruf-BIZ ist Ganztagsschule in Wahlform, bisher nannte man dies offene Ganztagsschule. Eltern können von Schuljahr zu Schuljahr neu entscheiden können, ob ihr Kind teilnimmt oder nicht. Die große Nachfrage führt das Team des BIZ darauf zurück, dass das Konzept kein einfaches, additives Modell sei, das an den Vormittagsunterricht bis 13 Uhr eine Pause und anschließend noch die Hausaufgabenzeit anhängt. "Die Regelung sieht sinnvoll abgestimmte Lern- und Entspannungsphasen für die Kinder und Jugendlichen vor", heißt es in der Pressemitteilung. Nach jeweils fünf Unterrichtsstunden am Vormittag könne in der Mittagspause in der Mensa gegessen oder eines der freien Angeboten täglich neu gewählt werden: zum Beispiel Sport, Basteln oder Spielen. Für Leseratten gibt es die BIZ-Schulbücherei die "Leseinsel" und in der Ruheinsel gibt es die Möglichkeit, sich hinzulegen, auszuruhen und einer Meditationsgeschichte zu lauschen. "Es tut so gut, eine lange Mittagspause zu haben und mal richtig entspannen zu können", erklären die Ganztagsschüler Joshua, Yannick und Kai. Nach der fast eineinhalbstündigen Mittagspause beginnt das Nachmittagsprogramm, das entweder aus Unterricht oder nochmals Lernzeit für die individuelle Bearbeitung von Lernaufgaben besteht, denn in der Regel gibt es für Ganztagsschüler keine Hausaufgaben mehr. An zwei Nachmittagen in der Woche findet kein Unterricht statt, stattdessen kann jedes Kind im Ganztag zwei unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften auswählen. Besonders begehrt sind die Holz-, Back- und Kochwerkstatt, aber auch das Tanzen, Entspannungskurse oder die Sportangebote. Die Kinder sind in der Regel für ein halbes Schuljahr fest in ihrer AG, bei der Theater- oder Schulsanitätergruppe das ganze Jahr über. Inzwischen werden 34 Arbeitsgemeinschaften an den beiden Nachmittagen dienstags und mittwochs angeboten. Diese Angebote sind kostenfrei und nur durch zahlreiche Kooperationen mit außerschulischen Partnern möglich. "Es ist uns ein großes Anliegen, mit unserem Ganztagskonzept vor allem das soziale Miteinander sowie die Talente der Kinder zu fördern und Persönlichkeitsentwicklung gelingen zu lassen", erklärt Beate Ritter. "Kinder haben unabhängig von ihrem sozialen Hintergrund viele Themen kennenzulernen und Anregungen aufzunehmen. Damit sorgen wir auch für einen Zuwachs an Bildungsgerechtigkeit."