Zur Navigation Zum Artikel

Wenn Sie sich diesen Artikel vorlesen lassen wollen benutzen Sie den Accesskey + v, zum beenden können Sie den Accesskey + z benutzen.

24. Mai 2012

Stolpersteine noch im Depot

DIA soll Verlegung organisieren.

ETTENHEIM (fi). Wann es zur Verlegung von drei weiteren Stolpersteinen in der Stadt kommen wird, liege in der Planung des Deutsch-israelischen Arbeitskreises (DIA) und des Kölner Künstlers Gunter Demnig. Das antwortete Bürgermeister Bruno Metz am Dienstag im Gemeinderat auf eine entsprechende Anfrage von Stadträtin Elisabeth Lüdemann (Freie Liste Ettenheim). Aus Sicht des Bürgermeisters hätten Stadt und Gemeinderat mit der Entscheidung von Ende März, grundsätzlich einer Verlegung der Stolpersteine im öffentlichen Raum (Gehwege) zuzustimmen und dies auch gegen den Willen der Hauseigentümer zu ermöglichen, die Basis für mögliche Aktivitäten von DIA und Demnig geschaffen. Metz: "Die Umsetzung liegt jetzt in der Verantwortung des DIA".

Hauptamtsleiterin Ursula Schaub ergänzte, dass die Stadt diesbezüglich mit den DIA-Vertretern Martin Groß und Robert Krais in Kontakt sei. Vom Künstler selbst habe es die Auskunft gegeben, dass er frühestens im September die Steine verlegen könne. Unklar sei derweil noch, ob die Verlegung auch im Rahmen eines Schulprojekts organisiert werden solle.

Werbung


Zur Erinnerung: Stolpersteine ist ein bundesweites Kunstprojekt von Gunter Demnig, bei dem mit Namen und Kurzinformationen beschriftete Pflastersteine vor Häusern verlegt werden, aus denen in der Nazi-Zeit jüdische Bürger oder politisch Verfolgte deportiert wurden. in Ettenheim wurden im Sommer drei Steine verlegt. Drei weitere nicht, weil die Hauseigentümer dies nicht wollten und der Gemeinderat beschlossen hatte, die Verlegung auch im öffentlichen Raum nur mit Zustimmung des Haueigentümers zuzulassen. Dieser Ratsbeschluss wurde im März dieses Jahres gekippt. Jetzt kann auch ohne Zustimmung verlegt werden.

Autor: fi