Auf den Spuren von Anton Auerhahn

Verena Wehrle

Von Verena Wehrle

Do, 30. August 2018

Todtnau

SERIE "WOHIN MIT KINDERN?" (TEIL 9): Der Wichtelpfad am Feldberg ist eher etwas für die ganz Kleinen, doch auf dem Feldberg gibt es noch mehr zu entdecken.

FELDBERG. Zwischen Belchen, Feldberg und Dinkelberg gibt es viele charmante Ausflugsziele, die bestens für Familien mit Kindern geeignet sind. Manche sind sehr bekannt wie das Bergwerk Finstergrund oder der Vogelpark Steinen, andere liegen eher im Verborgenen und bieten doch alles, was es für ein paar unbeschwerte Stunden mit dem Nachwuchs braucht. Die BZ stellt einige von ihnen in der Serie "Wohin mit Kindern?" vor. Heute: der Wichtelpfad durch den Auerhahnwald am Feldberg.

Wo geht’s hin? Es geht zum Wichtelpfand im Auerhahnwald auf dem Feldberg, einem ganz besonderen Ausflugsziel für Familien. Hier erleben die Kinder die Natur auf eine ganz besondere Art und Weise und lernen vor allem viel über die vom Aussterben bedrohten Auerhühner, für die der Pfad Verständnis wecken soll. Der Pfad beginnt gegenüber dem Parkhaus Feldberg und verläuft über 2,1 Kilometer. Die Entfernungen zwischen den Stationen werden in Kinderschritte angegeben. Insgesamt sind es 2400 Kinderschritte.

Was gibt’s zu erleben? In diesem Naturerlebnispfad im Naturschutzgebiet Feldberg begegnen die kleinen Besucher dem Wichtel Ferdinand von der Wichtelpost und begleiten ihn auf seiner Suche nach Anton Auerhahn. Dabei kommen sie an elf verschiedenen Stationen vorbei: An der Wichteltanne, an der Waldwirtschaft "Zur süßen Heidelbeere" mit Wirt Wuchtig, an der Schlummerfichte, bei Dietwald Dreizehenspecht, beim Waldophon, an der Waldapotheke mit Apotheker Hypogymnus Flechtel, bei Violetta Waldfee, am Beerenbühl, am Räuberfels und auch am Fuchsbau von Fridolin Fuchs. Am Felsendobel, in einem kleinen Wichteldorf am Waldrand, finden die Besucher zum krönenden Abschluss des Wichtelpfads einen schönen Wald-Spielplatz. Die einzelnen Stationen und Figuren sind wirklich mit viel Liebe zum Detail und vor allem kindgerecht gestaltet. Es gibt jede Menge zu staunen.

Wer kann alles mit? Der Pfad ist für die ganze Familie interessant, besonders für kleinere Kinder. Um den ganzen Rundweg zu laufen, benötigt man rund zwei Stunden. Mit Kinderwagen ist die Begehung des schmalen Pfades nicht möglich. Für Kinder, die noch nicht laufen können, wird deshalb eine Rückentrage empfohlen. Diese kann man im Haus der Natur ausleihen. Hier gibt es auch einen Flyer zum Pfad.

Essen und Toiletten? Öffentliche Toiletten gibt es vor oder nach der Wanderung im Haus der Natur oder im Parkhaus Feldberg.



Kann man den Besuch verbinden?
Auf dem Feldberg gibt es neben dem Wichtelpfad noch viele weitere interessante Ausflugsziele für Familien. So lohnt sich auch immer ein Besuch des "Haus der Natur", in dem die ganze Familie viel über das Naturschutzgebiet und den Naturpark lernt, es gibt hier Stationen zum Mitmachen, Staunen und Entdecken und wechselnde Sonderausstellungen. Eine Fahrt mit der Feldbergbahn und ein Besuch des Feldbergturms auf dem Gipfel auf 1450 Metern lohnen sich ebenfalls. Von hier oben kann man einen wunderschönen Ausblick genießen. Für Schlechtwetter-Tage ist die Fundorena auf dem Feldberg geeignet: Mit Indoor- und Outdoor-Aktivitäten vom Trampolin-Park über den Hochseilpark, den Kletterwald und Ponyreiten bis hin zur synthetischen Eislaufbahn ist Abwechslung geboten.

Info: Infos zu Führungen für Kinder auf dem Pfad und auf dem Feldberg und zur Ausbildung zum Junior-Ranger gibt es beim Naturschutzzentrum Südschwarzwald unter Tel. 07676-933630. Alle weiteren Informationen zum Wichtelpfad gibt’s unter: http://www.wichtelpfad.info