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20. Oktober 2012

Kleine Forscher ganz groß

Spielerisch Naturwissenschaft und Technik entdecken: Projekt Technolino im Kindergarten .

  1. Projekt Technolino im Kindergarten Forchheim: Viel Spaß hatten Kinder und Erwachsene bei der Lösung der Frage „Wie passt ein gekochtes Ei in eine Milchflasche?“ Foto: Christiane Franz

FORCHHEIM. Bereits seit Januar läuft das Projekt "Technolino". Nun wurde das Projekt Eltern und Erziehern am Donnerstag im Kindergarten vorgestellt. Das Interesse war sehr groß. Bürgermeister Johann Gerber und Landtagsabgeordneter Alexander Schoch waren ebenfalls anwesend und freuten sich sichtlich über das Engagement der Kinder im praktischen Teil.

"Kinder haben von Natur aus einen Forschungsdrang und stellen Fragen", erklärte die Kindergartenleiterin Alexandra Nutto. Im Angebot von "Technolino" habe sie die besten Voraussetzungen sowie Bedingungen angetroffen, das Thema in die erzieherische Arbeit im Kindergarten zu integrieren.

Hinter dem Namen verbirgt sich eine Initiative der Südwestmetall, die das Projekt entwickelte und finanzierte, in Zusammenarbeit mit der Landesregierung Baden-Württemberg und der Landesvereinigung der Arbeitgeberverbände. Ziel sei es, so Projektleiterin Monika Schmitt und Markus Walter von "Schule Wirtschaft Baden", schon im frühkindlichen Alter das Interesse an Technik und Naturwissenschaften zu wecken, um auf diese Weise einen Grundstein für den späteren Fachkräftenachwuchs zu legen.

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Kinder sind von Natur aus neugierige und engagierte Forscher. "Technolino" schult deshalb die Erzieherinnen und Erzieher, wie man Technik kindergerecht vermitteln kann und begleitet sie über eineinhalb Jahre in der Praxis. Die Kindergärten werden mit den Grundmaterialien wie Lupen, Pipetten oder anderem ausgestattet und können eine "Forscherecke" einrichten. Handpuppe "Technolino" soll Berührungsängste abbauen.

Die ebenfalls zum Konzept gehörende Betriebspartnerschaft übernahm die Firma Metallbau Keller aus Endingen. Sie unterstützt das Projekt finanziell und stellt Materialien zur Verfügung, führte Antje Keller aus. Auch der Besuch in der Firma ist Teil der Partnerschaft. Bei einem ersten Treffen wurden mit riesigem Spaß defekte Elektrogeräte auseinandergeschraubt und aus Teilen eine Collage erstellt, berichtete Antje Keller.

Spannend wurde es im praktischen Teil, wo die sieben kleinen Forscher ihre Versuchsanordnungen vorstellten. Wie viel Tropfen Wasser passen auf ein 50 Cent Stück? Was passiert, wenn ich Wasser auf eine mit Filzstift gemalte schwarze Fläche träufele? Oder – das war der Versuch mit den weitaus meisten interessierten Zuschauern – wie passt ein gekochtes Ei in eine Milchflasche?

Und plötzlich geschah, was ebenfalls Ziel des Projekts ist: Erwachsene und Kinder wurden vom Forscherehrgeiz gepackt und fanden gemeinsam Antworten auf die gestellten Fragen. Die Freude darüber spiegelte sich nicht nur in den Gesichtern der Kinder; auch die Augen der Erwachsenen glänzten.

Autor: Christiane Franz