Das richtige Verhalten in Notfällen

Annika Sindlinger

Von Annika Sindlinger

Do, 23. August 2018

Freiamt

Bei der Ferienspielaktion des DRK-Ortsvereins Freiamt lernten Kinder spielerisch Erste Hilfe.

FREIAMT. Die Wählscheibe des großen schwarzen Telefons surrt, als Elias die 112 wählt. Auf der anderen Seite des Tisches nimmt Natalie den Hörer ab und sagt "Hallo". Elias Aufgabe ist es, einen fiktiven Notfall zu schildern, was er gewissenhaft und fantasievoll tut. "Hier ist ein Junge mit einem Fahrrad gestürzt, kommen Sie schnell – sein Bein blutet", erklärt er. Wie Elias gelernt hat, erzählt er am Telefon, was passiert ist und nennt den Ort, an den der Krankenwagen kommen soll.

Bei der Ferienspielaktion des DRK-Ortsvereins Freiamt unter dem Motto "Kinderleicht erste Hilfe leisten" lernen die Kinder am Samstag, wie man einen Notruf tätigt, erste Hilfe leistet und beispielsweise Verbände anlegt. "Wann brauchen wir denn einen Notruf?", fragt Angela Bührer vom DRK-Ortsverein Freiamt. "Wenn jemand verletzt ist und Hilfe braucht, dann muss man den Krankenwagen rufen", antwortet Lilly. Die Kinder spielen Notrufe durch, dürfen mal den Anrufer imitieren, mal die Leitstelle in Emmendingen.

Bührer und die DRK-Mitglieder erklären den Kindern auch, was so alles in einem Verbandskasten zu finden ist und wie man Verbände anlegt. Lilly bekommt einen Kopfverband, Elias einen am Schienbein und Marco am Unterarm. Anschließend wird der riesige Teddybär Knuddel verarztet, der die Kinder um einige Zentimeter überragt. "Knuddel, was ist denn mit dir passiert?", fragt Natalie den Plüschbären. "Ich glaube, er hat sich am Kopf und am Bein verletzt", fügt sie hinzu. Deshalb bekommt auch Knuddel einen Verband am Kopf und am Bein. Nachdem der fiktive Notruf getätigt ist, heben die Kinder den Bären mit vereinten Kräften auf die Trage und schnallen ihn sorgfältig fest. Durch einen Hütchenparcours geht’s in Richtung Krankenwagen. Hier fährt Bührer die Liege aus und die Kinder schnallen den Bären wieder ab und laden ihn ein.

Nachdem Knuddel sicher im Krankenwagen untergebracht ist, zeigt Bührer den Kindern, was es im Inneren des Krankenwagens so alles zu sehen und zu entdecken gibt. Mit dem Pulsmessgerät können die Kinder am Zeigefinger ihren eigenen Puls bestimmen.

Die Ferienspielaktion des DRK findet jedes Jahr in den Sommerferien statt. "Wir möchten den Kindern spielerisch erste Hilfe nahebringen", erklärt Bührer. "Außerdem wollen wir auch Werbung in eigener Sache machen und einen Einblick in die Arbeit des Jugendrotkreuzes geben", so Bührer.

Den Kindern hat die Ferienspielaktion gefallen. "Mir hat‘s Spaß gemacht, dass wir die anderen und Knuddel verbinden durften", erzählt Natalie. Der Nachmittag bei DRK-Ortsverein ist Teil der Ferienspielaktion Freiämter Kindersommer des Tourismusvereins und der Tourist-Information Freiamt.