Freiamt

Wie war’s beim … BZ-Volksliedersingen in Freiamt?

Dieter Erggelet

Von Dieter Erggelet

Fr, 27. Juli 2018 um 14:20 Uhr

Kreis Emmendingen

Der Abend im Kurhaus von Freiamt hat längst Kultstatus. So sehr, dass für manche der treuen Besucher ein perfektes Ende des Monats Juli ohne die Veranstaltung nicht denkbar wäre.

Meteorologisches:
Temperaturen deutlich über 30 Grad veranlassten einige Liebhaber, sich Hitzefrei zu gönnen. Mit rund 400 Gästen war der Kursaal dennoch gut ausgelastet − und das bis 23 Uhr. "Wir haben nichts von gesundheitlichen Problemen zu hören bekommen", hieß es vom DRK-Team aus Freiamt am Schluss der Veranstaltung.

Das Timing:
Auch der Zeitplan ist inzwischen Kult. Immer wieder Zugaben erklatscht sich das Publikum von den Darstellern. Aber es blieb bei knapp unter einer Stunde Nachspielzeit. Kaum jemand verließ den Saal vorzeitig.

Die Stücke:
Gertrud und Walter Gerspacher hatten wieder ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Angereichert mit einigen Evergreens, Eigenkompositionen und Schlagern. Insgesamt waren es etwa 25 Lieder die das Duo vortrug. Nach jedem zweiten Lied ermunterte Walter Gerspacher die Gäste zur Flüssigkeitszufuhr. Das BZ-Service-Team war so schnell wie die Feuerwehr.

Die Stimmung:
Zu Beginn machte sich die Hitze bemerkbar. Es bedurfte schon einiger Klassiker wie "Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen", die geradezu zum Mitsingen einladen, bis die gewohnte Hochstimmung herrschte. Schunkeln fand weniger Anhänger. Am Schluss, beim Liebeslied "Bajazzo", kam Wehmut und Wiedersehens- und Wiederhörensfreude für das nächste Jahr auf.

Die Mitwirkenden:
Sie waren in Hochform. Das Trio Gerhard Strub (Zither) Rosi Haas (Gesang und Gitarre) und Sieglinde Bühler trugen nahezu vergessene Kinderweisen vor, wie sie nur noch selten ertönen. Der Beifall war entsprechend groß. Debütant Guido Suhr aus Hauingen bei Lörrach erteilte eine Sprachlektion in Alemannisch vom Hochrhein. Er erntete Lachstürme als er, der ehemalige Seemann, seine Kindheit auf dem Bauernhof besang. Fritz Matthis aus Weisweil beeindruckte ohne musikalische Begleitung mit dem Schifferlied oder das stimmungsvolle "Es löscht das Meer die Sonne". Die Öli-Musikanten mit Frieder Haberstroh (87) und Gottfried Karl (85) aus Waldkirch kamen schon mit Beifallsstürmen auf die Bühne. Singen sei ihr Jungbrunnen, verkündeten sie später. Anneliese Binz aus Forchheim erzählte ihre Erlebnisse als Urgroßmutter. Dabei definierte sie sich und den Begriff Scheinwerfer neu. Als Geldscheinwerferin.

Der Service:
Die neue Tonanlage bekam ein dickes Lob. Überall waren die Text- und Liedbeiträge perfekt zu vernehmen. Der Heimatverein unter Leitung von Bürgermeisterin Hannelore Reinbold-Mench sowie Melanie Ehret mit dem BZ-Team leisteten perfekte Arbeit. Und für den Heimweg gab es Rosen vom BZ-Team, was als nette Geste kommentiert wurde.