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05. Januar 2012
Schulkindern droht Gefahr
Unübersichtliche Situation am Tennenbacher Platz.
BRÜHL-BEURBARUNG. "Viele Autofahrer kümmern sich einfach überhaupt nicht um den Zebrastreifen und rauschen einfach durch, egal ob da Schulkinder stehen und über die Straße wollen." Bettina T. (voller Name der Redaktion bekannt) ist ärgerlich. Im Sommer ist ihre Tochter an der Lortzingschule eingeschult worden und muss nun jeden Tag auf dem Schulweg zweimal über die Tennenbacher Straße. Eigentlich ist dort sogar "Zone 30", aber trotz des Fußgängerüberwegs droht den Kindern offenbar Gefahr.
Viele der knapp 200 Schülerinnen und Schüler an der Lortzing-Grundschule müssen jeden Tag auf ihrem Schul- und Nachhauseweg die Tennenbacher Straße überqueren. Dazu nutzen sie regelmäßig den Zebrastreifen westlich des Tennenbacher Platzes, Richtung Hauptfriedhof. Auf der Straße gilt auf diesem Abschnitt Tempo 30 – auch wegen der angrenzenden Seniorenwohnanlage und nicht zuletzt wegen der Lortzingschule."Aber was nützen die Geschwindigkeitsbegrenzung und der Zebrastreifen, wenn die Autofahrer die Regelungen ignorieren?", fragt Bettina T. "Ich habe es auch schon selbst miterlebt. Ich stand mit meiner Tochter am Fußgängerüberweg, als eine Frau angefahren kam. Ich bin sicher, sie hat uns gesehen – ist aber einfach weitergefahren, obwohl wir direkt am Straßenrand gewartet haben."
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"Dieser Überweg über die Tennenbacher Straße ist wirklich problematisch", bestätigt Nando Will, der Elternbeiratsvorsitzende der Lortzingschule."Wir haben den Straßenabschnitt dort schon seit 2007 im Blick", so Will. Mitte des vergangenen Jahres habe es zwar eine Ortsbegehung mit Vertretern des Garten- und Tiefbauamts, der Polizei, der Lortzingschule, des Bürgervereins sowie der Unfallkasse Baden-Württemberg gegeben. Doch offenbar sei die dabei nach langer Diskussion vereinbarte Abhilfe, nämlich die Aufstellung eines zusätzlichen Anti-Park-Pollers, nicht ausreichend wirksam.
"Auch danach kam es mehrfach zu brenzligen Situationen, weil Autofahrer den Zebrastreifen einfach überfahren haben", sagt Will. Noch immer sei die Situation dort unübersichtlich für die Autofahrer. Einmal habe sogar die Lehrerin seines Sohnes an der Lortzingschule eine Vollbremsung hinlegen müssen. "Ich denke, die Autofahrer sind meist nicht fahrlässig oder gar böswillig, sondern der Stelle einfach überfordert." Früher habe es seines Wissens einmal orange blinkende Warnlichter an dem Überweg gegeben. Die seien aber wieder entfernt worden, weil sich Anwohner über das Blinken beschwert hätten.
Eine Patentlösung für das Problem habe er auch keine, sagt Will. Doch insgesamt müsse man an der Sicherheit der Schulwege im Stadtteil im Details weiter gearbeitet werden. Die Polizei jedenfalls greift nach Will Ansicht nicht besonders rigoros durch.
Der Verkehr auf der Tennenbacher Straße war schon mehrfach Thema in Brühl-Beurbarung. Vor gut einem Jahr hatte der Bürgerverein vergeblich ein Lkw-Verbot gefordert – auch damals war die Sicherheit der Schüler ein Argument gewesen.
Autor: Holger Schindler
