Freiburg-Mooswald

Auf der Paul-Hindemith-Grundschule gibt’s ein neues, vom Förderverein finanziertes Schulhofareal

Juliet Merz

Von Juliet Merz

Fr, 13. Juli 2018

Freiburg West

Dort, wo früher alte morsche Baumstämme lagen, thront jetzt auf dem Schulhof der Paul-Hindemith-Grundschule eine neue Riesen-Landschaft mit vielen Spiel- und Klettermöglichkeiten. Auch der Fußballplatz bekam einen frischen Boden-Anstrich. Die Kinder finden es super.

FREIBURG-MOOSWALD. Dort, wo früher alte morsche Baumstämme lagen, thront jetzt auf dem Schulhof der Paul-Hindemith-Grundschule eine neue Riesen-Landschaft mit vielen Spiel- und Klettermöglichkeiten. Auch der Fußballplatz bekam einen frischen Boden-Anstrich. Die Kinder finden es super.

"Drei, zwei, eins – Stille!" Schulleiterin Sandra Kieber weiß, wie sie die 338 Schülerinnen und Schüler der Paul-Hindemith-Grundschule zum Zuhören motiviert. Nach einer kurzen Danksagung bei der Einweihung des neuen Schulhofareals am Donnerstagmorgen sammeln sich die Mitglieder des Fördervereins, Kieber und die jungen Schulparlamentarier – ausgerüstet mit Bastelscheren – an den Absperrbändern rund um das neue Gelände. Erneut ein Countdown, dann sinken die durchgeschnittenen Bänder auf den Boden und die Schüler stürmen das Spielgelände. "Es soll eine Riesen-Landschaft sein", erklärt Marc Bähre vom Förderverein. Auf dem renovierten Areal stehen Klettermöglichkeiten, die wie ein übergroßes Bett und ein Stuhl aussehen. Daneben ein paar Kletterfelsen. Neu dazu gekommen sind auch Markierungen auf dem daneben liegenden Fußballplatz und eine Chillout-Area, eine abgeschrägte Sitzmöglichkeit, die im Sommer mit Kissen bestückt wird.

Finanziert hat das Projekt der Förderverein mit der Vorsitzenden Claudia Uihlein aus Geldern, die durch Spenden und unterschiedliche Aktionen wie Flohmärkte zusammengekommen waren. 44 000 Euro berappte der Verein, den Fallschutz aus Rindenmulch hat die Stadt finanziert.

Anfang 2016 entstand die Idee, den Schulhof umzugestalten. "Uns war es wichtig, die Kinder in den Entstehungsprozess miteinzubeziehen", sagt Schulleiterin Kieber. Deshalb durfte jedes Kind einen eigenen Wunschschulhof zeichnen. "Die verrückteste Idee war eine Rutsche, die vom Klassenzimmer in einen Pool führt", schmunzelt Marc Bähre. Die "Spielwerkstatt Bagage" bewertete die Machbarkeit der zusammengetragenen Ideen, entwarf mit Schulleitung, Förderverein und Stadt ein Konzept und setzte dieses in den vergangenen Wochen um. Auch Schulsprecherin Eva Zentner, 10 Jahre, und Schulparlamentarierin Mia Morath, 11 Jahre, finden den neuen Schulhof klasse. "Auf den Riesen-Stuhl und die Kletterfelsen haben sich unsere Mitschüler aus der Drachenklasse am meisten gefreut", erzählt Eva. Und auch Mia freut sich: "Wir haben jetzt viel mehr Klettermöglichkeiten und können uns bei Räuber und Gendarm besser verstecken."