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26. Januar 2011

Bürgerforum 2011

22-jährige Studentin als Vertreterin Freiburgs beim Bundespräsidenten

BZ-INTERVIEW mit Verena Rogalski, die als Vertreterin Freiburgs bei Christian Wulff war.

  1. Verena Rogalski Foto: privat

Gestern ging es los mit dem bundesweiten Bürgerbeteiligungsprojekt "Bürgerforum 2011", bei dem 10 000 Menschen aus ganz Deutschland Zukunftsfragen diskutieren und Lösungen vorschlagen sollen: Bundespräsident Christian Wulff empfing auf seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue Oberbürgermeister, Landräte und je eine Bürgerin oder einen Bürger aus den 25 teilnehmenden Städten. Aus Freiburg reisten OB Dieter Salomon und Verena Rogalski an, die Russisch und Sinologie studiert. Simone Lutz sprach mit der 22-Jährigen über ihren Besuch in Berlin.

BZ: Frau Rogalski, wissen Sie, warum in Freiburg gerade Sie angefragt wurden, mit nach Berlin zu reisen?

Verena Rogalski: Ich glaube, das war Zufall. Eigentlich hat die Familie meines Freundes den Anruf gekriegt. Ich war gerade da, und da haben sie mir den Telefonhörer in die Hand gedrückt. Da habe ich eben Ja gesagt. Ist doch auch eine gute Sache, sich für die Demokratie zu engagieren.

BZ: Und, wie war’s auf Schloss Bellevue?

Rogalski: Ziemlich überwältigend. Ich bin schon einen Tag vorher angereist, weil es noch ein separates Treffen der 25 Leute aus ganz Deutschland in einem Hotel in der Nähe des Kudamms gab. Am nächsten Tag ging’s dann ins Schloss Bellevue. Diese Sicherheitskontrollen! Na, auf jeden Fall wurden wir in den großen Saal geführt, es war ein Defilé mit Oberbürgermeister und Bundespräsident, und dann nahmen wir an den Tischen mit den Tischkärtchen Platz. Der Bundespräsident hat eine Rede gehalten – was mich da besonders berührt hat, war, als er sagte, man dürfe Demokratie nicht als selbstverständlich hinnehmen; gerade unsere Geschichte hat gezeigt, dass das ganz schnell vorbei sein kann.

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BZ: Dann sollten Sie ’inhaltliche Leitfragen für den weiteren Projektverlauf’ erarbeiten. Wie muss man sich das vorstellen?

Rogalski: Wir haben uns in Arbeitsgruppen über die sechs Themen unterhalten: Bildung, Integration, Demografie, Solidarität und Gerechtigkeit, Demokratie und Beteiligung sowie familiäre Lebensformen. Dann haben wir unsere Gedanken dazu vorgestellt; ich habe Demokratie und Beteiligung gewählt.

BZ: Alles gut gegangen?

Rogalski: Ja. Ich hatte nicht das Gefühl, dass man verklemmt sein muss. Mit OB Salomon war es sehr angenehm und auch der Bundespräsident war locker drauf.

BZ: Haben Sie die Gelegenheit noch für einen Berlin-Besuch genutzt?

Rogalski: Eigentlich wollte ich noch bleiben, aber jetzt bin ich doch am Donnerstag wieder an der Uni. Und wenn ich das noch sagen darf: Für mich war es eine Ehre, für die Freiburger hier zu sein.

Das erste Treffen der 400 Freiburger Teilnehmer des Bürgerforums wird voraussichtlich im März sein. Allgemeine Infos unter http://www.buergerforum2011.de

Autor: si