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28. Juni 2013

Aktionsplan: Fürs Carsharing soll’s feste Stellplätze geben

Ein Bebauungsplan soll nach dem Willen des städtischen Bauausschusses die Voraussetzung dafür schaffen.

In Freiburg soll es zukünftig im Straßenraum offizielle Stellplätze für Carsharing-Autos geben. Damit möchte die Stadtverwaltung das organisierte Autoteilen fördern und noch mehr Bewohner dazu animieren, auf einen eigenen Wagen zu verzichten. Dafür wurde bereits Ende 2012 ein "Aktionsplan" erarbeitet (die BZ berichtete). Bei der Umsetzung ist nun ein erster Schritt getan: Der gemeinderätliche Bauausschuss hat in seiner Sitzung am Mittwochnachmittag einen Bebauungsplan auf den Weg gebracht. In diesem Bebauungsplan soll detailliert geregelt werden, wo im Stadtgebiet Freiburgs solche Stellplätze für Carsharing-Fahrzeuge eingerichtet werden können. Denn sie sind das große Problem: Derzeit gibt es keine gesetzliche Regelung, die es den Carsharing-Anbietern erlaubt, Flächen im öffentlichen Straßenraum anzumieten. Deshalb müssen sie auf private Grundstücke zurückgreifen. Doch diese sind meist schwierig zu bekommen und liegen zudem nicht immer optimal, also in kurzer Zeit zu Fuß, per Rad, Bus oder Straßenbahn zu erreichen. Das jedoch hält viele potentielle Carsharing-Nutzer ab: Sie entscheiden sich dann doch für das eigene Auto.

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Der Bebauungsplan, den der städtische Bauausschuss nun auf den Weg gebracht hat, soll dabei helfen, diese Gesetzeslücke zu umschiffen. Der Plan wird fast für das gesamte Stadtgebiet gelten. Nur die Stadtteile Hochdorf, Ebnet und Kappel und die Ortsteile am Tuniberg sind zunächst ausgenommen, doch bei Bedarf sollen Carsharing-Plätze auch dort ausgewiesen werden. Im Moment ist dort jedoch die Nachfrage nach Carsharing sehr gering. Im übrigen Stadtgebiet will die Stadtverwaltung potentielle Stellplätze bis zum ersten Quartal 2014 identifizieren. Bei der Suche werden unter anderem die Bürgervereine und die Carsharing-Anbieter mit einbezogen. Die Flächen sollen so liegen, dass sie möglichst von überall her zu Fuß zu erreichen sind.

Im Laufe des weiteren Verfahrens wird zudem geklärt, welche privaten Anbieter wie viele Stellplätze bekommen. Derzeit gibt es in der Stadt 0,5 Carsharing-Autos pro 2000 Bewohner. Damit liegt Freiburg über dem Bundesdurchschnitt, andere Städte wie Karlsruhe verzeichnen aber deutlich mehr Nutzer.

Autor: Jelka Louisa Beule