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17. Januar 2011 17:27 Uhr

Protest

Autonome räumen das "Z" – Besetzung beendet

Kurzes Intermezzo am Siegesdenkmal: Rund 40 junge Autonome haben das ehemalige Jugendzentrum "Z" für wenige Stunden besetzt gehalten. Als die Polizei räumen wollte, war jedoch keiner mehr da.

Bereits zum dritten Mal haben junge Autonome das ehemalige Jugendzentrum "Z" am Freiburger Siegesdenkmal besetzt. Nach einer Demonstration für bessere Bildung durch die Innenstadt waren mehrere Aktivisten in das leer stehende Gebäude eingedrungen, zeitweise besetzten bis zu 40 Autonome das "Z".

Am frühen Nachmittag stellte die Polizei ihnen ein Ultimatum: Bis 15 Uhr sollten die Besetzer das Gebäude räumen. Nachdem diese verstrichen war, stellte das Bürgermeisteramt Strafantrag wegen Hausfriedensbruch. Die Räumlichkeiten gehören der Stadt. Gegen 16.40 Uhr drang die Polizei ins "Z" ein – und fand niemanden mehr vor.

Im Innern hatten die Autonomen die Wände besprüht, zudem roch es stark nach Terpentin. Die Feuerwehr wurde alarmiert und festgestellt, dass ein Sofa im "Z" mit der brennbaren Flüssigkeit getränkt war. Es muss nun entsorgt werden. Zudem muss die AFS anrücken, um hinter den Besetzern aufzuräumen. Die Unabhängigen Listen kritisierten die "gewaltsame Räumung". Davon konnte indes keine Rede sein.

Wie geht es mit dem "Z" weiter?

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Es war die dritte "Z"-Besetzung seit Juni 2010. Die Räume mit gut 500 Quadratmetern verfügen über zahlreiche Zugänge. "Wir werden klären müssen, wie wir diesen Komplex besser absichern können", sagte Gudrun Kreft vom Jugendamt.

Sie hatte das Gespräch mit den Besetzern gesucht. Die kritisierten den Leerstand und forderten ein selbstverwaltetes Jugendzentrum. Das war das "Z" einst, der Trägerverein ging 2009 pleite. Seitdem wird diskutiert, wie es weitergehen soll. Die Stadtverwaltung hat mehrere Konzepte geprüft, der Jugendhilfeausschuss stimmte für die Initiative "Artik". Am 8. Februar ist der Gemeinderat mit dem Thema befasst, sagte Kreft.

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Autor: BZ, sh