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21. Oktober 2014

An der Uni Freiburg und der PH hat der Lehrbetrieb begonnen

Studierende prägen wieder das Bild der Stadt. An den meisten Hochschulen hat der Lehrbetrieb bereits Anfang Oktober begonnen, seit Montag finden nun auch an Uni und Pädagogischer Hochschule Vorlesungen statt. Es ist davon auszugehen, dass mehr als 33 000 Studierende an Freiburgs Hochschulen eingeschrieben sind, wie vergangenes Wintersemester. Die genaue Zahl gibt die Uni im November bekannt, da die Nachrückverfahren noch laufen. Clemens Metz, Chef des Studierendenwerks, geht "von über 32 000 aus".

Weniger Lehramtsstudenten
Erstsemester sind an der Uni am Montag fast 4000 registriert (2013/2014: 4236). Etwa 4000 Studenten und Eltern werden auch beim Erstsemestertag am Freitag ab 14 Uhr im Schwarzwaldstadion erwartet. Insgesamt, sagt Unisprecher Nicolas Scherger, werde die Zahl der Studierenden in diesem Wintersemester leicht steigen, im vergangenen waren es 24 721. Mit Rückgängen rechnet die Uni etwa im Studiengang VWL, da der neuerdings zulassungsbeschränkt ist. Und es werden kontinuierlich weniger Lehramtsstudierende. "Wir vermuten, wegen der Berufsaussichten", glaubt Scherger.

Der Jüngste
Ihren allerjüngsten Studenten hat die Uni am Montag vorgestellt: Der 14-jährige Bastian Eichenberger stammt aus dem schweizerischen Oberwil. Er wird in Freiburg Chemie studieren. Mit fünfeinhalb erkannte man seine Hochbegabung. Bastian lebte eine Zeitlang mit seiner Familie in Singapur und machte mit 13 in der Schweiz die – dem Abi entsprechende – britische Matura. Er wird nun täglich zwischen Freiburg und seinem 80 Kilometer entfernten Heimatort pendeln. Seine Zukunft sieht Bastian in der Forschung. Für Freiburg entschied er sich, weil er weitere internationale Erfahrungen sammeln möchte und dabei zu Hause wohnen kann, sagt seine Mutter Renate Eichberger. Ob ihn der gravierende Altersunterschied nicht stört? "Er ist nichts anderes gewohnt", sagt die Mutter. "Gleichaltrige Freunde hat er leider keine."

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Erstsemester
Die Erstsemester der Uni bevölkern am Montagmittag die Mensa an der Rempartstraße. Franziska Sahm studiert Psychologie und wird von Drittsemestern herumgeführt. Die Einführungswoche findet sie gut: "Es ist bisher sehr spannend und aufregend. Alles ist ganz anders als in der Schule." Die 19-Jährige kommt aus Koblenz. Die beiden 18-jährigen Jurastudenten Benedikt Weiser und Thomas Brändle sind mit der Stadt vertraut. Sie haben sich bei der Einführungswoche für Erstsemesterjurastudenten kennengelernt. Ihr Fazit nach ihrer ersten Vorlesung: "Sehr gut".

An der Pädagogischen Hochschule (PH) konnten sich die Studierenden vergangene Woche noch beraten lassen, jetzt wird’s ernst: Die Vorlesungen laufen. 1164 Erstsemester – sechs mehr als vor einem Jahr – sind eingeschrieben, nun studieren an der PH 4960 junge Leute, um zum Beispiel Lehrer an beruflichen Schulen, Erziehungswissenschaftler und Gesundheitspädagogen zu werden.

Die Musikhochschule
Die Musikhochschule ist mit 515 Studierenden klein, dafür aber besonders international. USA, Asien, Europa: Wegen der vielen Studierenden aus dem Ausland und Kontakten fing das Wintersemester bereits vor gut zwei Wochen an.

Die konfessionellen Hochschulen
400 Erstsemester zählt die Katholische Hochschule (KH), jetzt sind’s rund 1900 Studierende, vor einem Jahr waren es 1818. Leicht gestiegen ist die Zahl der Studierenden an der Evangelischen Hochschule (EH) in Weingarten, wo 948 Studierende in sieben Studiengängen eingeschrieben sind (2013/2014: 904), 232 von ihnen sind Erstsemester. Die meisten studieren Soziale Arbeit. Ab Januar hat die EH mit der Theologin Renate Kirchhoff eine neue Rektorin, sie löst nach acht Jahren Reiner Marquard ab.

Im Aufbau
Noch im Aufbau befindet sich die 2011 eröffnete Hochschule für Kunst, Design und Populäre Musik (HKDM). 43 Erstsemester zählt die HKDM an der Haslacher Straße, insgesamt studieren dort nun 221 Studenten (2013/2014: 172). Ein Fach ist neu: "International Program in Popular Music" wird auf Englisch unterrichtet. Aufs Sommersemester 2015 verschoben wurde der Start des neuen Studiengangs "Informatik für audiovisuelle Medien".

Neue Wohnheimplätze
Bereits Anfang Oktober hatte das Studierendenwerk Freiburg sein Wohnheim am Flugplatz feierlich eröffnet – 104 Studentinnen und Studenten sind in "Campus III" eingezogen, 75 in den neuen Anbau des Wohnheims an der Lehener Straße. Insgesamt hat allein das Werk nun 3523 Wohnheimplätze in der Stadt, sagte Geschäftsführer Clemens Metz. Und es hat seine Notunterkunft mit Platz für 60 Studierende geöffnet: "40 Betten sind belegt", sagte Metz. Das ist normal um diese Zeit: Die meisten Studierenden haben eine Unterkunft, die Hälfte der Übrigen hat nach Erfahrung des Studentenwerks dann zum 1. November eine.

Autor: fz, si, sh, cdx