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09. Juni 2017

Laufsport

Bei der Freiburger Laufnacht gehen 1200 Läufer an den Start

Die Freiburger Laufnacht findet erst in drei Wochen statt und verbucht schon einen Rekord. Fast 1200 Läufer sind angemeldet, mehr als letztes Jahr beim Rennen rund ums Münster schließlich mitliefen.

  1. Der Lauf durch die Gassen und ums Münster hat seinen eigenen Charme. Foto: Miroslav Dakov

Damit sich’s nicht auf der Strecke knubbelt, haben sich die Organisatoren vom Sportverein PTSV Jahn einiges überlegt und eine Verlängerung beantragt – mit einer schönen Extra-Schleife über den Münsterplatz.

Bei der Veranstaltung gehen traditionell Hobbyjogger und Topläufer, Kinder und Erwachsene auf die Strecke. Vergangenes Jahr waren insgesamt etwas mehr als 1000 Läufer am Start. Damit rechnen die Veranstalter jetzt allein beim Hobbylauf. Denn die Uniklinik hat bereits gut 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeldet, sagt Chef-Organisator Klaus Riechel: "Ist das nicht enorm?" Der Zulauf ist erfreulich, aber auch problematisch. Denn die Strecke ist kurz, die Menge verläuft sich nicht wie beim Marathon.

Während es eine kleine 600-Meter-Runde für Kinder gibt, führt die große Runde über 1100 Meter durch Gassen, vorbei an Bächle, Restaurants und Münster – "ein unschlagbares Ambiente", finden die Organisatoren des nicht-kommerziellen Events mit rund 200 ehrenamtlichen Helfern vom PTSV. Hobbyläufer rannten bisher fünf große Runden.

Hobbylauf muss entzerrt werden

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Jetzt hat der PTSV im Rathaus beantragt, den Hobbylauf mit einem Schlenker über den nördlichen Münsterplatz und durchs Kopfgässle führen zu dürfen. Die Strecke wäre 25 Prozent länger und schöner, meint Riechel. Dann würden die Hobbyläufer in nur vier Runden 5400 Meter laufen. Die Entscheidung stehe noch aus, die Signale seien positiv, auch von der Kirche. Was auf jeden Fall entzerren soll: Die Hobbyläufer in drei Blöcken im Minutentakt starten zu lassen.

Wie beim Kinder- und Schülerlauf bleibt die Strecke des Sportlerlaufs gleich. 2016 rannten nur 50 ambitionierte Läufer ihre 6600 Meter in sechs Runden. Damit nicht wie 2015 Leute hinterhertrabten, gab es Zeitvorgaben: Männer mussten einen Kilometer in vier, Frauen in fünf Minuten schaffen. Das ist jetzt nur noch eine Orientierung, um mehr Hobbyläufer zu den Sportlern zu bekommen.

Der Vorläufer der Laufnacht war seit den 80ern ein Mix aus Radrennen und Volksfest am Rotteckring. Später wurde daraus ein kleineres Laufevent – bis 2014. Der Ring wurde zur Stadtbahn-Baustelle, die Sache mit der Ersatzstrecke zu kompliziert. 2015 dann der Neustart, Testläufer wurden zuvor über den Münsterplatz geschickt, um das Pflaster auf Gefahren zu prüfen. Jetzt hatte Riechel etwas Bedenken wegen Engstellen wie dem Kopfgässle – sie wurden zerstreut, sagt er, auch von "gestandenen Stadtläufern".

Das Startgeld für die Laufnacht kostet bis 18. Juni für Jugendliche 6 Euro (dann 9 Euro) und Erwachsene 14 (18) Euro. Kinder rennen kostenlos, Schulstaffeln für 10 Euro. Der PTSV spendet je einen Euro fürs Münster. Mehr Infos und Anmeldung unter http://www.freiburger-laufnacht.de

Autor: Simone Höhl