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30. Juli 2009

Bilanz 2008: Die Stadtbau investierte 35 Millionen

286 Klagen gegen das Unternehmen wegen Mieterhöhungen

Der Aktivposten im Freiburger Stadtbau-Verbund ist das Wohnungsunternehmen Freiburger Stadtbau. Das war auch im vergangenen Jahr so: Fast 35 Millionen Euro investierte die Stadtbau, die der Stadt Freiburg gehört, in Neubauten und in die Sanierung alter Wohnungen.

Gestern stellte Stadtbau-Geschäftsführer Ralf Klausmann die Bilanz für das Jahr 2008 vor. Danach hat die Stadtbau 8062 Wohnungen; bis 2013 sollen weitere 551 dazukommen. Mit einem Jahresergebnis von 4,9 Millionen Euro steht sie knapp schlechter (minus 180 000 Euro) da als im Jahr zuvor. 142 Menschen arbeiten in dem Unternehmen; im Jahr 2000 waren es noch fast doppelt so viele. Dafür hat sie ihr Eigenkapital auf 35 Prozent mehr als verdoppelt und die Eigenkapital-Rentabilität sei mit 5 Prozent "ganz gut", so Klausmann. Und: Im Vergleich zu anderen Wohnungsunternehmen hat die Stadtbau geringere Verwaltungskosten.

"Unsere Hauptziele sind, in Freiburg geförderten sozialen Wohnungsbau zu machen und die energetische Sanierung unseres Wohnungsbestandes voranzutreiben", so Klausmann. Dafür hat die Stadtbau vergangenes Jahr 98 Wohnungen für rund 13 Millionen Euro saniert oder modernisiert, so etwa den Laubenhof. Rund 13 Millionen Euro investierte sie in neues Wohneigentum, etwa in der Hornbühlstraße. Schließlich flossen gut 9 Millionen Euro in neu gebaute Mietwohnungen, zum Beispiel an der Bettackerstraße.

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Auch mit anderen Zahlen muss sich das Unternehmen beschäftigen: 286 Klageverfahren insgesamt wurden gegen die Stadtbau eingereicht, die sich auf Mieterhöhungen im Rahmen des neuen Mietspiegels bezogen. Laut Klausmann sind derzeit noch fünf Prozesse beim Amtsgericht und weitere fünf beim Landgericht anhängig. "Wenn diese Prozesse entschieden sind, ist auch rechtlich klar, welche Kriterien des Mietspiegels wir anwenden können und welche nicht", so Klausmann. "Ich stehe zu dem, was ich gesagt habe: Wir werden rückwirkend und freiwillig zuviel bezahlte Miete rückerstatten, und zwar allen unseren Mietern." Das werde allerdings frühestens im Herbst dieses Jahres der Fall sein. Eines der problematischsten Kriterien für die Stadtbau war anscheinend das Merkmal "offen und durchgrünt" – in diesem Punkt haben sich vor Gericht die klagenden Mieter durchgesetzt.

Für die Freiburger Kommunalbauten (FKB) sei die 9,2 Millionen Euro teure Sanierung des Keidel-Bads wichtig, von denen 2,5 Millionen das Land bezahlt und die FKB die gleiche Summe bereitstellt. Für die Regio Bäder GmbH will Klausmann "Wirtschaftlichkeit über die Reduzierung von Verwaltungs- und Betriebskosten erreichen". Morgen wird das Westbad wegen Sanierung (9,2 Millionen Euro) bis zum Beginn der Schulferien 2010 geschlossen; übermorgen eröffnet dafür parallel das Faulerbad.

Autor: Simone Lutz